Aufmersamkeit für ein selbstbestimmtes Leben

Bünde/ Espelkamp/ Hüllhorst/ Rahden/ Stemwede/ Bad Oeynhausen/ Löhne/ Minden/ Petershagen/ Bielefeld/ Gütersloh (AM), Am Evangelischen Berufskolleg Wittekindshof haben 16 Frauen und Männer erfolgreich die Ausbildung als staatlich geprüfte Sozialassistentin oder -assistent mit Schwerpunkt Heilpädagogik abgeschlossen. Elf Absolvierende haben zusätzlich die integrierte Weiterbildung als geprüfte Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung erfolgreich beendet, die für die Tätigkeit in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) neben einer Ausbildung meist in einem Handwerks- oder Industrieberuf erforderlich ist.

Ausbildung für Werkstätten in der Region

Zu den frisch Examinierten gehören auch Frauen und Männer mit langjähriger Berufserfahrung, die sich beruflich umorientiert oder eine Umschulung absolviert haben. Sie arbeiten in sieben verschiedenen Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowohl bei der Lebenshilfe in Lübbecke, Bielefeld oder Stadthagen als auch bei der Diakonie Stiftung Salem in Minden, den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld oder der Stiftung Ebene Ezer in Lemgo. In der Ausbildung haben sie gelernt, individuelle Maßnahmen der beruflichen Qualifizierung und Persönlichkeitsförderung zu entwickeln, um Frauen und Männer mit Behinderung in das Arbeitsleben zu integrieren.

Ressortleiterin Elke Ruthenkolk lobte als Vertreterin des Schulträgers, der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, die gewinnbringende Zusammenarbeit mit den verschiedenen Werkstätten und Praxisstellen. Die Ressortleiterin betonte, dass sich die Absolvierenden für eine anspruchsvolle, sinnhafte und schöne Tätigkeit entschieden hätten. Es komme es darauf an, mit Aufmerksamkeit und Empathie, das aufzuspüren, was der Menschen für ein möglichst selbstbestimmtes und befriedigendes Lebens benötige. Der Leiter des evangelischen Berufskollegs Uwe Vogelpohl, erklärte, dass die Chance das eigene  Leben und das Leben anderer zu bereichern, in sozialen Berufen so groß wie in kaum einem anderen beruflichen Feld sei. Der Schulleiter griff dabei Gedanken des Hamburger Soziologieprofessors Hartmut Rosa auf und erklärte, dass Resonanz als Gegenpol  zur Optimierung des eigenen Lebens wichtig sei. Es gehe nicht nur um effiziente Organisation von Lebensplänen, sondern komme vielmehr darauf an, mit dem eigenen Tun und Reden Anklang bei anderen Menschen zu finden und sie mitzunehmen und zum Mitschwingen zu bringen und so Anklang in der Welt zu finden.

Absolventinnen und Absolventen

Die Ausbildung als Sozialassistentin oder -assistent mit Schwerpunkt Heilpädagogik sowie zum Teil zusätzlich die Weiterbildung als geprüfte Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung erfolgreich beendet haben: Mirjam Johanna Edler (Bad Oeynhausen), Pranvera Stallmann (Löhne), Bärbel Cagiagas Zarrán, Kai Eitemüller (Minden), Christopher Wallbaum (Petershagen), Marcel Manfraß, Thomas Otte (Bünde), Christian Döding, Jeanette Witte (Espelkamp), Daniela Hagemeier (Hüllhorst), Britta Gerkens (Rahden), Steffen Dannappel (Stemwede), Marcel Klaus (Bielefeld), Sabine Wilking (Gütersloh), Sven Gröchtemeier (Lemgo) und Marco Gehrking (Warmsen).