In Gedenken an Alice Bukofzer
Alice Bukofzer wurde am 20. August 1920 in der Stadt Berlin geboren.
Die Eltern nannten Alice Bukofzer kurz Liesl.
Liesl und ihre Familie waren Juden.
Im Text geht es um viele schreckliche Themen:
Bitte überlegen und entscheiden Sie:
Gedenken heißt: sich erinnern.
Das größte KZ von den Nazis war das KZ Auschwitz in Polen.
Soldaten aus der Sowjetunion
haben die Menschen aus dem KZ Auschwitz befreit.
Das war am 27. Januar 1945.
Seit einigen Jahren ist der 27. Januar deshalb ein Gedenk-Tag.
Der Tag heißt: Gedenk-Tag für die Opfer der NS-Zeit.
Am 27. Januar gibt es viele Veranstaltungen.
Die Veranstaltungen erinnern
Sich an die NS-Opfer erinnern ist an allen Tagen wichtig.
Für das Erinnern gibt es Orte.
Zum Beispiel:
Mahnmal vor der Wittekindshofer Kapelle in Volmerdingsen.
Im Wittekindshof gibt es seit vielen Jahren einen Gedenk-Gottes-Dienst.
Der Gedenk-Gottes-Dienst erinnert
Die Menschen im Wittekindshof haben besonders gelitten:
Der Wittekindshof erinnert an die NS-Opfer und sagt:
Alle Menschen sind wertvoll.
Nie wieder dürfen Menschen eingeteilt werden in wertvoll und wertlos.
Alle Menschen haben das Recht zum Leben.
Die Nazis waren sehr mächtig.
Einige Mitarbeiter vom Wittekindshof waren auch Nazis.
Einige Mitarbeiter vom Wittekindshof waren Gegner von den Nazis.
Viele Menschen vom Wittekindshof haben unter den Nazis gelitten.
Besonders die Bewohner.
Viele Menschen vom Wittekindshof sind gestorben.
Die Nazis haben die Menschen ermordet.
Die Nazis machten ein Gesetz gegen beeinträchtigte Menschen.
Im Gesetz stand:
Beeinträchtigte und kranke Menschen dürfen keine Kinder bekommen.
Beeinträchtigte und kranke Menschen müssen deshalb operiert werden.
So eine Operation heißt: Sterilisation.
Im Wittekindshof wurden durch das Gesetz
etwa 300 Bewohner und Bewohnerinnen sterilisiert.
Im Wittekindshof lebten im Sommer 1940:
Wir wissen heute nicht:
Wie haben die Mitarbeiter vom Wittekindshof
die jüdischen Bewohner behandelt?
In der Kranken-Akte von einem jüdischen Bewohner steht:
Mitarbeiter haben den jüdischen Bewohner ausgelacht.
Damals befahlen die Nazis:
Juden dürfen nicht mit anderen Menschen im Heim leben.
Der Wittekindshof hat deshalb entschieden:
Wir nehmen keine neue Juden auf.
Dann haben die Nazis befohlen:
Die 6 jüdischen Bewohner müssen
in ein Heim in die Stadt Wunstorf bei Hannover.
Der Wittekindshof hat die 6 jüdischen Bewohner
am 21. September 1940 nach Wunstorf gebracht.
Der Wittekindshof hat etwas Geld für den Transport bekommen.
Aus vielen Heimen kamen jüdische Bewohner nach Wunstorf.
In Wunstorf war wenig Platz für die vielen jüdischen Menschen.
In Wunstorf gab es keine ordentlichen Betten. Nur Stroh.
Die Nazis haben die jüdischen Menschen
nach wenigen Tagen wieder abgeholt.
Die Nazis brachten die jüdischen Menschen in einen Zug.
Der Zug fuhr in die Stadt Brandenburg in der Nähe von Berlin.
Dort brachten die Nazis die jüdischen Menschen
in ein altes Gefängnis.
Das alte Gefängnis war eine Tötungs-Anstalt.
Im alten Gefängnis kamen die jüdischen Menschen sofort in Gas-Kammern.
Die Gas-Kammern sahen wie Duschen aus.
Aus den Duschen kam aber kein Wasser.
Aus den Duschen kam Gas.
Die Menschen erstickten in den Gas-Kammern.
Die 6 jüdischen Bewohner aus dem Wittekindshof
gehörten zu den ersten Toten der Gas-Kammern.
Später haben die Nazis sehr viele Menschen in Gas-Kammern getötet.
Die Nazis schrieben Briefe an die Familien von den Toten.
Die Nazis schrieben:
Ihr Angehöriger ist an einer schweren Krankheit gestorben.
Die Briefe waren Lügen.
Die Nazis hatten die Menschen ermordet.
Im Herbst 1941 holten die Nazis fast alle Wittekindshofer Bewohner ab.
Wenige Bewohner durften zum Arbeiten im Wittekindshof bleiben.
958 Kinder, Jugendliche und Erwachsene wurden abgeholt.
Die Wittekindshofer Bewohner kamen in andere Heime.
Die Nazis hatten einen Plan:
Die Nazis wollten die Bewohner ermorden.
Niemand sollte das merken.
Deshalb brachten die Nazis die Bewohner immer wieder in neue Heime.
Niemand sollte mehr wissen:
Wo sind die Bewohner?
Dann haben die Nazis mehr als 400 Wittekindshofer Bewohner ermordet.
Vor langer Zeit hatte Adolf Hitler die Macht über Deutschland.
Das war in den Jahren 1933 bis 1945.
Nur wenige Menschen aus dieser Zeit leben noch.
Die Zeit heißt: NS-Zeit.
NS steht für National-Sozialismus.
Adolf Hitler war ein National-Sozialist, kurz Nazi.
In Deutschland gab es sehr viele Nazis.
Viele Menschen fanden die Ideen von den Nazis gut.
Viele Menschen haben den Nazis geholfen.
Die Nazis wollten eine Welt ohne Juden.
Und ohne Menschen mit Beeinträchtigung.
Einige Menschen waren gegen die Nazis.
Aber nur wenige Menschen waren mutig
und haben gegen die Nazis gekämpft.
Diese Kämpfer waren Gegner von den Nazis.
Die Nazis haben viele Gegner
Die Nazis sagten: Es gibt wertvolle Menschen und wertlose Menschen.
Die Nazis entschieden: Wertvolle Menschen dürfen leben.
Die Nazis entschieden: Wertlose Menschen müssen sterben.
Die Nazis hassten zum Beispiel Juden.
Juden sind Menschen, die zur Religion Judentum gehören.
Juden glauben an Gott und lesen den ersten Teil der Bibel.
Viele Christen nennen den ersten Teil der Bibel: Altes Testament.
Auch Christen lesen das Alte Testament.
Die Nazis haben die Juden verfolgt und ermordet.
Und auch alle Familien-Mitglieder von Juden.
Die Nazis haben
Die Nazis haben sehr viele Menschen ermordet.
Zum Beispiel:
Die Nazis brachten viele Menschen mit Beeinträchtigung
in Tötungs-Anstalten.
Tötungs-Anstalten waren extra Häuser zum Ermorden von Menschen.
Die Abkürzung für Konzentrations-Lager ist KZ.
Die Nazis haben KZs in Deutschland und in anderen Ländern gebaut.
Die Nazis brachten viele Juden und andere Menschen in KZs.
Die Nazis ermordeten viele Menschen gleich nach der Ankunft im KZ.
Andere Menschen lebten als Gefangene im KZ.
Die Gefangenen im KZ
Durch dieses schwere Leben wurden viele Gefangene krank.
Die Nazis ermordeten die kranken Gefangenen.
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