Bad Oeynhausen/ Lübbecke (AM). Diakonin Monika Brämer aus Lübbecke feiert am heutigen Dienstag, 1. August, ihr 25-jähriges Dienstjubiläum in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen. Sie hat einen Gesellenbrief als Frisörin und hat die Hauswirtschaftsschule besucht, aber wollte noch eine weitere Ausbildung anschließen.
Vor reinem viertel Jahrhundert hat sie ihren diakonischen Dienst im Wittekindshofer Wohnbereich Vorwerk in Volmerdingsen angetreten und sich für die Ausbildung als Diakonin und Gesundheits- und Krankenpflegerin entschieden. Noch heute erinnert sie sich gerne an die Zeit in der Witterkindshofer Krankenpflegeschule mit den kleinen Klassen und den Praxiseinsätzen in verschiedenen Stationen im Krankenhaus und in der ambulanten Pflege der Diakoniestation in Mennighüffen und im Wittekindshofer Wohnhaus Bethanien.
Nachdienst in verschiedenen Wohnbereichen
Weil Hauses Bethanien komplett umgebaut wurde, ist sie zusammen mit den Bewohnern nach Espelkamp-Benkhausen umgezogen. Dort ist sie nach Abschluss ihrer Fachausbildung in den Nachdienst gewechselt und war ab 1998 auch für die erste spezialisierte Wohngruppe für Menschen mit dem seltenen Prader-Willi-Syndrom (PWS) zuständig. Später ist sie in den Wohnbereich in Lübbecke Nettelstedt gewechselt und vor wenigen Jahren auf das Wittekindshofer Gründungsgelände zurückgekehrt. Dort ist sie bis heute im Haus Tabea tätig, einem Wohnhaus für Frauen und Männer mit geistiger und mehrfacher Behinderung, die teilweise auf zusätzliche Unterstützung aufgrund von Pflegebedarf, herausforderndem Verhalten oder Autismus-Spektrum-Störungen angewiesen sind.
Außer in Einarbeitungsphasen, in denen sie die einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner kennengelernt hat, ist Monika Brämer dem Nachtdienst treu geblieben und schätzt die Selbständigkeit und die Verantwortung, die sie nachts trägt: "Man begleitet, ist Ansprechpartnern und unterstützt. Die einen versorge ich im Bett, andere begleite ich bei Toilettengängen oder reiche die Hand und bin einfach da, wenn einer nachts aufwacht, um Geborgenheit zu vermitteln. Man kennt sich und es ist viel Vertrauen vorhanden. Nachts ist Zeit für Gespräche auch ohne Worte mit einem Lächeln oder Händedruck", erklärt die Jubilarin, der es wichtig ist, zu Dienstbeginn nach der Übergabe mit den Kollegen eine Runde durch das ganze Haus zu machen, um alle Bewohnerinnen und Bewohner zu begrüßen.
In ihrer Freizeit engagiert sich Monika Brämer ehrenamtlich zum Beispiel in der Begleitung von älteren Menschen.