Bad Oeynhausen (AM). Menschen, die sehr schwer erkrankt und nicht heilbar sind, können palliativmedizinisch behandelt werden. „In der Palliativmedizin behandeln wir Symptome und verzichten – im Sinne des Patienten – auf eine weiterführende Diagnostik, die keine therapeutischen Konsequenz nach sich zieht“, betont Anke Richter. Sie ist Hausärztin, Palliativmedizinerin und Fachärztin für Innere Medizin und referiert zum Thema: „Was verstehen wir heute unter Palliativmedizin?“ Der Vortrag findet auf Einladung des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes der Diakonischen Stiftung Wittekindshof statt am Dienstag, 26. Juni, um 19 Uhr im Sternensaal des Hauses Bethanien in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen (Pfarrer-Krekeler-Straße 15).
Anhand von Patientenbeispielen wird die erfahrene Medizinerin verdeutlichen, „dass palliative Maßnahmen nicht bedeuten, dass der Zeitpunkt des Sterbens in unmittelbarer Nähe liegt.“ Vielmehr betont sie, dass auch über Monate und Jahre hinweg eine symptomorientierte Therapie und palliative Behandlung möglich sei. Die Übergänge seien fließend. Das Bemühen um Heilung trete immer weiter zurück und die Sorge um Lebensqualität in der verbleibenden Zeit werde zunehmend wichtiger. Dabei komme es darauf an Schmerzen, Angst und andere belastende Situationen zu vermeiden oder zumindest zu mindern, um bestmögliche Lebensqualität bis zum Tod zu erreichen.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Anwesend sein wird auch Diakon Michael Lilienkamp, der als Koordinator des Wittekindshofer Hospiz- und Palliativberatungsdienstes tätig ist und für die Begleitung schwer kranker Menschen weitere Ehrenamtliche sucht und dafür ab Sommer einen neunen Ermutigungs- und Befähigungskurs anbietet.