Professoren Dr. Foit und Dr. Kriete aus Stiftungsrat verabschiedet

Detmold/ Löhne/ Hiddenhausen/ Bad Oeynhausen (AM). Weil sie die in der Satzung festgelegte Altersgrenze erreicht haben, sind Professor Dr. Otto Foit aus Detmold und Professor Dr. Berndt Kriete aus Löhne aus dem <link internal-link>Stiftungsrat der Diakonischen Stiftung Wittekindshof ausgeschieden. Aus dem Aufsichtsgremium verabschiedet wurden sie durch die beiden Wittekindshofer Vorstände Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke und Marco Mohrmann, in Vertretung für den erkrankten Vorsitzenden des Stiftungsrates, Superintendent Andreas Huneke.

Professor Kriete lehrt an der Fachhochschule des Mittelstandes in Bielefeld Wirtschaftswissenschaften und war unter anderem Geschäftsführer verschiedener Firmen in der Ver- und Entsorgungsbranche. Professor Foit war Geschäftsführer des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW). Wie alle sieben bis neun Mitglieder des Stiftungsrates haben sich Kriete und Foit ehrenamtlich im Stiftungsrat engagiert.

Kriete war 2001 eines der ersten Mitglieder im damals neuen Wittekindshofer Aufsichtsgremium, das durch eine Satzungsänderung geschaffen wurde, um die Arbeit des hauptamtlichen Vorstands und des ehrenamtlich tätigen Aufsichtsgremiums deutlich zu trennen. Foit gehörte seit 2011 dem Stiftungsrat an, der neben Zusatzberatungsterminen mindestens viermal im Jahr zusammentritt. Darüber hinaus haben sich beide ebenfalls ehrenamtlich in der Wittekindshofer Förderstiftung "Oikos. Menschen Heimat geben" engagiert.

Entwicklung zum Inklusionsförderer und sozialen Dienstleistungsanbieter

Starnitzke erinnerte anlässlich der Verabschiedung an Grundsatzentscheidungen für die zukünftige Entwicklung des Wittekindshofes, die in die Amtszeit der beiden scheidenden Stiftungsratsmitglieder gefallen sind: "In dieser Zeit haben wir die Entwicklung von der Anstalt zu einem Inklusionsförderer und sozialen Dienstleistungsanbieter für Menschen mit und ohne Behinderung konkret werden lassen. Der Wittekindshof ist mittlerweile an über 100 Standorten in 16 Städten dezentral, regional und mit zum Teil hochspezialisierten Angeboten für Menschen mit Behinderung tätig. Wir haben Häuser gebaut, Wohnungen gemietet und Tochtergesellschaften gegründet. So konnten wir die Kooperation mit anderen diakonischen Trägern auf solide Füße stellen und ein Integrationsunternehmen und damit Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen", erklärte Starnitzke und verwies auf die damit verbundenen Investitionssummen im mehrstelligen Millionenbereich und die parallel erfolgte Weiterentwicklung des Gründungsgeländes in Volmerdingsen: "Ihnen war es im Stiftungsrat immer wichtig, dass wir den Abbau von stationären Wohnangebote mit einer Öffnung der Arbeits-, Bildungs-, Therapie- und Medizinangebote für Bürgerinnen und Bürger aus der Umgebung verbinden und gleichzeitig die kostenintensiven Investitionen in die Infrastruktur für Wasser-, Strom- und Wärmeversorgung, Kanalisation und Brandschutz stets im Blick haben", berichtete Starnitzke und erinnerte daran, das sich die beiden auch beim Leitbildprozess und in der Organisationsentwicklung mit ihren Erfahrungen aus Führung und Leitung, aber auch aus der Unternehmensberatung eingebracht hätten.

Dank aus dem Kunstatelier

Als Dank und Erinnerung an den Wittekindshof überreichten die beiden Wittekindshofer Vorstände an die Professoren Dr. Foit und Dr. Kriete ein Kunstwerk von Uwe Jauch aus dem Wittekindshofer Kunstatelier: "Sie haben mit Ihrer langjährigen Berufserfahrung die Entwicklungsprozesse kritisch-konstruktiv begleitet und Ihre Netzwerke zugunsten des Wittekindshofes eingebracht. Unsere Berichte und Planungsunterlagen, die wir regelmäßig für den Stiftungsrat erstellen, haben Sie mit einer Brille von außen kommentiert und damit auch unseren Horizont geweitet. Eine Sicherheit, dass der Stiftungsrat den Plänen des Vorstandes zustimmt gab es nicht, aber wir haben immer ein faires Ringen um die besten Argumente und Lösungen für die komplexen Herausforderungen mit Ihnen im Stiftungsrat erlebt", erklärte Starnitzke.

Nachfolger Dr. Dieter Wirths

Neu in den Stiftungsrat berufen wurde Dr. Dieter Wirths aus Hiddenhausen, der von 1991 bis Ende 2017 der Hettich-Geschäftsleitung angehört hat und seitdem den Möbelzulieferer aus Kirchlengern auf Projektebene unterstützt. Wirths war in seiner 27-jährigen Tätigkeit bei Hettich zuletzt für die Bereiche Qualität, Technik und Logistik verantwortlich und hatte sich vor allem für die Auslandsproduktionen in China, Indien, Tschechien und den USA sowie den Einsatz modernster Industrie-4.0-Prinzipien eingesetzt. "Die Firma Hettich ist seit vielen Jahren ein wichtiger Partner für den Wittekindshof. Von einfachsten Verpackungsarbeiten bis zu anspruchsvollen just-in-time-Aufträgen, arbeiten viele Menschen in den Wittekindshofer Werkstätten im Auftrag von Hettich. Wir freuen uns, dass Know-How und Erfahrung jetzt auch der obersten Leitung und damit der Gesamtstiftung zugute kommen werden", sagte Starnitzke.