Bad Oeynhausen/ Espelkamp/ Enger (AM). "Auch wenn das Lernen manchmal anstrengend ist, freut man sich, wenn man etwas Gutes geschafft hat und einen Schritt weiter gekommen ist. Ihr könnt euch heute freuen. Der Tag zeigt, dass ihr etwas schaffen könnt", erklärte Bürgermeister Achim Wilmsmeier bei der festlichen Verabschiedung von 15 jungen Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 23 Jahren, die ihre Schulzeit erfolgreich an der <link internal-link>Schule Wittekindshof in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen abgeschlossen haben. Andreas Becker-Brandt, der Leiter der Wittekindshofer Förderschule für den Kreis Minden-Lübbecke, lobte die scheidenden Schüler, dass sie für ihre Feier eingekauft haben oder als Mitglieder des Schulchores oder der Gitarren AG selbst Mitgestalter seien. "An all dem merke ich, ihr seid erwachsen geworden, plant eure Angelegenheiten mit, übernehmt in eurem Rahmen Verantwortung und erledigt das, was ihr versprochen habt, selbstständig."
Abschied aus der Schule
Aber der Schulleiter berichtete auch, dass mehrere Abschlussschüler ihm mit und ohne Worten erklärt hätten, wie schwer ihnen den Abschied falle, aber sie sich gleichzeitig auch auf das Arbeitsleben als weiteren wichtigen Schritt ins Erwachsensein freuten. Das griff auch der Bürgermeister auf und ermutigte die 15 jungen Frauen und Männer: "Auch wenn das heute ein Abschied ist, habt ihr einen Grund, mit einem Lachen zu gehen. Ihr könnt gespannt sein, auf das, was euch erwartet."
Unter dem Motto "Du bist gesegnet, ein Segen bist du!" haben die Lehrkräfte für jeden einzelnen eine kurze, aber sehr persönliche Laudatio gehalten und an wichtige Entwicklungen und besonderen Erlebnisse erinnert. Die zweite Vorsitzende des Fördervereins der Schule Wittekindshof, Marion Schütz, hat eine Abschlussschülerin und einen -schüler mit einem Geschenk für ihre persönliche Entwicklung oder ihr besonderes soziales Engagement geehrt. Jasmin Urbanowski habe sich von einem schüchternen kaum sprechenden Mädchen zu einer selbstbewussten jungen Frau entwickelt. Manuel Zwick habe sich als Schulsprecher und für Klassenkameraden engagiert und dabei motivierend auf Mitschüler gewirkt. Besonders hervorgehoben wurde, seine Hilfsbereitschaft und seine große Aufmerksamkeit, da er meist selbst sehe, wo eine helfende Hand nötig sei.
Nach der Schulzeit
Die Abschlussschülerinnen und -schüler leben im Kinder- und Jugendbereich der Diakonischen Stiftung Wittekindshof oder sind bereits in ein Wohnhaus für erwachsene Menschen mit Behinderung oder in eine eigene Wohnung in Enger und Espelkamp umgezogen. Jannis Rüter hat seine gesamte Schulzeit an der Wittekindshofer Förderschule verlebt. Alle anderen sind als Quereinsteiger später gekommen. Nach der Sommerpause beginnt für 13 junge Menschen das Arbeitsleben mit dem Eingangsverfahren und dem Berufsbildungsbereich der Wittekindshofer Werkstätten oder einer anderen Werkstatt für behinderte Menschen. Die beiden anderen Schüler werden an Tagesstrukturierenden Angeboten teilnehmen, die ihnen einen abwechslungsreichen Tags- und Wochenablauf, aber auch weitere Vorbereitungsschritte auf das Arbeitsleben ermöglichen.
Die Abschlussschülerinnen und -schüler
Ihre Schulzeit erfolgreich beendet haben Ömer-Can Ayaz, Benjamin Drossel, Pascal Erfeling, Yvonne Kozan, Christoph Lömker, Luis Malzahn, Besnik Nurkovic, Jannis Rüter, Marie Schmelzer, Anastasia Schröder, Raphael Shobowale, Jasmin Urbanowski, Alina Weichert und Manuel Zwick.