Bad Oeynhausen (AM). Zum 15. September wurde die Werkfeuerwehr Wittekindshof aufge-löst. Zeitgleich hat die Tagesverfügbarkeitstruppe Nord der Feuerwehr Bad Oeynhausen auf dem Gründungsgelände der Diakonischen Stiftung in Volmerdingsen ihre Arbeit aufgenom-men. Sie ist Teil der Feuerwehr Bad Oeynhausen und besteht aus Wittekindshofer Mitarbei-tenden, die im abwehrenden Brandschutz, in Menschenrettung und technischer Hilfeleistung ausgebildet sind und regelmäßig an Übungsdiensten teilnehmen.
„Die Mitglieder der ehemaligen Werkfeuerwehr Wittekindshof , die auf dem Gründungsgelände tagsüber arbeiten, haben sich für die Tagesverfügbarkeitsgruppe gemeldet“, berichtet die für die Sicherheit zuständige Wittekindshofer Ressortleiterin Elke Ruthenkolk, die in den letzten Monaten die Verhandlungen zur Auflösung der Werkfeuer mit der Stadt Bad Oeynhausen unter Beteiligung des Kreises Minden-Lübbecke und der Bezirksregierung Detmold geführt hat. „Wir können die Tagesalarmbereitschaft jetzt durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Wittekindshof und der Stadt Bad Oeynhausen sichern. Durch die Tagesverfüg-barkeitsgruppe Nord stärken wir die Feuerwehr im nördlichen Stadtgebiet genau in den Zeiten, in denen viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr nicht vor Ort verfügbar sind, weil sie am Arbeitsplatz sind und längere Anfahrtswege bei Einsätzen haben“, sagt Bürgermeister Achim Wilmsmeier. „Die ersten Wochen haben gezeigt, dass die neue Tagesverfügbarkeitsgruppe erfolgreich ist“, unterstreicht auch der Bad Oeynhausener Wehrleiter Stefan Meier.
Das Wittekindshofer Löschfahrzeug sowie die Ausstattung der Werkfeuerwehr stehen der neuen Tagesverfügbarkeitsgruppe Nord zur Verfügung und werden zukünftig durch die Feuerwehr Bad Oeynhausen ersetzt, angepasst und ergänzt. „Durch die Tagesverfügbarkeitsgruppe Nord haben wir eine gute Lösung gefunden, um technisch und organisatorisch den Schutz von Leib und Leben der Menschen, die Angebote auf dem Gründungsgelände nutzen, und der Mitarbeitenden sicherzustellen. Die Fachkompetenz und Erfahrungen, die die Mitglieder der Wittekindshofer Werkfeuerwehr über Jahrzehnte gesammelt haben, stehen damit auch weiterhin zur Verfügung – zukünftig bei Bedarf für alle Menschen im Bad Oeynhausener Norden“, erklärt Ruthenkolk.
„Mit der Auflösung der Werkfeuerwehr rückt das Thema Brandschutz im Wittekindshof nicht in den Hintergrund. Ganz im Gegenteil: Der Brandschutz hat seit Jahren eine sehr hohe Bedeutung“, betont der Wittekindshofer Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke und verweist auf die hohen Investitionen in den vorbeugenden Brandschutz, die jährlichen Brandschutzschulungen, die für alle Mitarbeitenden verbindlich sind, und die Brandschutzkonzepte, die für die einzelnen Wittekindshofer Gebäude erstellt wurden. „Der Sicherheitsstandard hat sich erheblich verbessert und gleichzeitig hat sich die Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner auf dem Gründungsgelände mehr als halbiert. In den Wohnhäusern haben zur Jahrtausendwende noch 1.500 Menschen mit Behinderung gelebt, heute sind es weniger als 700 Personen. Das Wittekindshofer Gründungsgelände soll keine Sonderwelt mehr sein, sondern ein Teil der Stadt Bad Oeynhausen und des Stadtteils Volmerdingsens – das gilt auch für die Feuerwehr“, betont Starnitzke.