Abrissarbeiten in Volmerdingsen nähern sich dem Ende

Bad Oeynhausen (AM). Seit Freitagmittag ist der hohe Giebel mit dem Fahrstuhlschacht an der ehemaligen Korbflechterei an der Volmerdingsener Straße verschwunden. Der Abrissbagger hatte sich über mehrere Tage Raum für Raum vorgearbeitet. Jetzt ist das vordere Gebäude mit Ausnahme des letzten Kellerteils ganz abgerissen.

Als erstes waren Fensterbänke im ganzen Haus verschwunden. Dann fehlten die unteren Dachziegelreihen, damit nachrutschende Ziegel ins Haus und nicht auf den Gehweg fallen. Der große Bagger hat sich durch Wände und Decken "geknabbert" und Beton und Mauerreste scheinbar wie einen Keks in der Hand "zerbröselt". Es wirkt filigran, wenn der Baggerfahrer mit seinem mächtigen Sortiergreifer einzelne Balken, Metall, Folien und Dachpappe sorgfältig sortiert in eine der großen Mulden oder auf einen der Sammelplätze ablegt. Mauerreste und Betonwände schichtet der Baggerfahrer mit riesigen Löffeln mehrfach um und zerkleinert das Material dabei immer stärker. Damit füllt er den ehemaligen Keller auf und schafft so einen Untergrund, auf dem auch der schwere Bagger stehen und arbeiten kann.

Das Schauspiel fasziniert Groß und Klein. Immer wieder bleiben Passanten stehen, halten Autos an und Spaziergänge führen bewusst  an der alten Korbflechterei vorbei. Dicke Wasserschläuche am Straßenrand weisen den Weg zum Abrisshaus. Selbst im Regen wird Wasser auf die frischen Abrissstellen gespritzt, um Staub sofort zu binden.

Abrissarbeiten nach Plan

Wie sich die Baustelle demnächst entwickeln wird, zeigen die Abrissarbeiten auf dem Wittekindshofer Gründungsgelände. Dort sind seit Mai drei ehemalige Wohnhäuser für Menschen mit Behinderung, die Kreuzhilfe, die vom ärztlichen Dienst genutzt wurde, und zwei Mitarbeiterwohnhäuser verschwunden. Zurück geblieben sind Berge mit fast pulverisierten Recyclingschotter, der zum Verfüllen der Baugrube genutzt wird. Auf den Grundstücken auf dem Gründungsgelände entstehen teilweise neue Parkplätze oder es wird Mutterboden verteilt und Rasen gesät. An der Volmerdingsener Straße wird ein neues Gebäude für die Kindertagesstätte Sternschnuppe gebaut.

"Die Arbeiten sind nach Plan verlaufen. Bei Haus Sonne waren die Arbeiten sogar früher abgeschlossen als festgelegt", freut sich die Wittekindshofer Bauprojektmanagerin Alexandra Klemme, die davon ausgeht, dass alle Arbeiten bis Ende August abgeschlossen sein werden.

Ehemalige Korbflechterei
Der Wittekindshof hat 1966 das Gebäude der ehemaligen Zigarrenfabrik Schilling an der Volmerdingsener Straße für die Korbflechterei gekauft. Im östlichen Bereich des Hauses wurde eine Mitarbeiterwohnung geschaffen, in der später auch Menschen mit Behinderung und Auszubildende des Wittekindshofer Berufsbildungswerkes gewohnt haben.