Achim Agsten aus Minden hat sein 25-jähriges Dienstjubiläum gefeiert. Er war zehn Jahre im Wohnhaus Weserland, einem geschützten Wohnbereich für Menschen mit Behinderung tätig. Die Bewohner haben durch zusätzliche psychische Erkrankungen und herausforderndes Verhalten besonderen Unterstützungsbedarf. Der Heilerziehungspfleger ist in die Tagesstrukturierende Angebote gewechselt. Ein Arbeitsschwerpunkt war die tiergestützte Pädagogik mit den beiden Lamas Horst und Knut.
Fließende Übergänge ins Arbeitsleben
Um ihnen neue Perspektiven zu bieten und fließende Übergänge in das Arbeitsleben zu schaffen, hat Agsten im Wohnbereich eine Arbeitsgruppe der Wittekindshofer Werkstätten aufgebaut. "Ziel ist es, auch Menschen mit sehr hohem Unterstützungsbedarf Teilhabe am Arbeitsleben und eine deutliche Trennung zwischen Arbeits- und Wohnumfeld zu ermöglichen. Um Überforderungen und damit verbundenes aggressives Verhalten zu vermeiden, haben wir dieses wohnortnahe Arbeitsangebot geschaffen. Viele konnten schon in das Werkstattgebäude wechseln, andere brauchen noch Zeit in diesem besonders geschützten und gut überschaubaren kleinen Arbeitsbereich", erklärt Agsten, der es bei seiner Tätigkeit im Wittekindshof besonders schätzt, immer wieder neue Menschen kennenzulernen, einen sicheren Arbeitsplatz zu haben, Wertschätzung und das Miteinander im Team zu erleben.
Vertrauensperson für Mitarbeitende mit Schwerbehinderung
Ende 2015 wurde Agsten von rund 150 Mitarbeitenden mit Schwerbehinderung als Vertrauensperson vorgeschlagen und gewählt. Er ist Interessenvertreter, aber berät auch Kolleginnen und Kollegen beispielsweise bei der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises, dem Gleichstellungsantrag oder begleitet sie beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement nach langen Krankheitsphasen.