Karriere

„Anderen Menschen eine Sonnenblume sein“Evangelisches Berufskolleg Wittekindshof verabschiedet 99 neue Fachkräfte für den Sozialbereich

Das Evangelische Berufskolleg Wittekindshof hat 99 neue Fachkräfte für den Sozialbereich verabschiedet. Darunter sind nun frisch examinierte Erzieher*innen, Heilerziehungspfleger*innen sowie Sozialassistent*innen, die teilweise auch geprüfte Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung sind, aus den Kreisen Minden-Lübbecke und Herford sowie darüber hinaus. Die große Abschlussfeier fand in der Erlöserkirche in Volmerdingsen statt.

Christel Dürrwald

Es wird Tage geben, da sind Sie kaputt und Sie werden sich vielleicht auch fragen, ob Sie wirklich etwas auf Ihrer Arbeit bewegen. Dann wünsche ich Ihnen die Fähigkeiten der Sonnenblume, sich stets am Licht zu orientieren.

Die Schulleiterin Christel Dürrwald gratulierte den Absolvent*innen in der mit Sonnenblumen geschmückten Kirche: „Sie haben Entwicklungspsychologie, Recht, Dokumentation, Pädagogik, Kommunikation gelernt, viel neues Fachwissen erworben, aber Sie haben im Laufe Ihrer Ausbildung auch eine persönliche Haltung entwickelt. Sie haben gelernt, Menschen anzunehmen, Möglichkeiten statt Probleme zu sehen.“ 

Sie nahm das Bild der Sonnenblume auf. Soziale Berufe bestünden nicht nur aus Licht. „Es wird Tage geben, da sind Sie kaputt und Sie werden sich vielleicht auch fragen, ob Sie wirklich etwas auf Ihrer Arbeit bewegen. Dann wünsche ich Ihnen die Fähigkeiten der Sonnenblume, sich stets am Licht zu orientieren. Vertrauen Sie darauf, dass nach der Nacht an jedem Tag die Sonne aufgeht“, sagte die Schulleiterin. Sie wünschte den Absolventinnen und Absolventen, dass sie geduldig seien und kleine Schritte sähen, sich dabei aber auch nicht selbst aus dem Blick verlören. „Bewahren Sie Ihre Freude am Beruf. Möge Ihr weiterer Weg von Licht und Zuversicht geprägt sein. Mögen Sie anderen Menschen eine Sonnenblume sein.“

Marian Zachow

Wir leben aktuell in einer Gesellschaft, wo der Ton rauer wird, wo man auf Abgrenzung setzt. Sie machen einen Unterschied. Sie tragen dazu bei, dass unsere Welt etwas vielfältiger wird.

Marian Zachow, theologischer Vorstand des Wittekindshofs, schloss sich den Gratulationen an: „Genießen Sie das, was Sie erreicht haben. Lassen Sie sich feiern, feiern Sie sich selbst!“ Der Vorstand weiter: „Sie kommen in eine Branche, die frischen Wind gebrauchen kann. Es ist wichtig, dass sich junge Menschen für die soziale Arbeit entscheiden. Dass sich junge Menschen entscheiden, für andere da zu sein und nicht nur an sich selbst zu denken. Wir leben aktuell in einer Gesellschaft, wo der Ton rauer wird, wo man auf Abgrenzung setzt. Sie machen einen Unterschied. Sie tragen dazu bei, dass unsere Welt etwas vielfältiger wird.“

Auch die Lehrkräfte gaben den Absolvent*innen beste Wünsche für die Zukunft mit auf den Weg und richteten dankende Worte sehr individuell an ihre Klassen, erinnerten an die zurückliegenden gemeinsamen Jahre, aber auch an schwierige Zeiten. Im Gegenzug bedankten sich die Abschlussklassen mit persönlichen Geschenken, KI-generierten Songs und Powerpoint-Präsentationen mit vielen Fotos und Videos. Anschließend wurde bei Prosecco und Eis gemeinsam gefeiert. Die frisch examinierten Fachkräfte werden in Einrichtungen der Eingliederungshilfe wie dem Wittekindshof, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in der Region und darüber hinaus tätig sein.

Die Absolvent*innen

Erzieher*innen

Josy Chantal Bischoff, Defne Aliya Bloumis, Toqa Elghareb, Asila Habibi, Valentina Spahiu, Tobias Stoppenbrink (alle Bad Oeynhausen), Melanie Richter (Bünde), Dayla-Colien Thielmann (Herford), Rebecca Chronz (Hessisch Oldendorf), Sarah Köpper, Aileen Mielke, Sophie Schmidt, Meike Schumacher (alle Hille), David Janzen, Milena Klippenstein, Lynn Kolbe, Silas-Levi Paasche (alle Hüllhorst), Moritz Botterbusch (Löhne), Niklas Gohlke, Benita Uhde (beide Lübbecke), Kai Kulikov (Melle), Luisa Grunewald, Zoe Melina Horst, Salma Natawan, Jarinya Phungklang, Nele Tode (alle Minden), Jeanette Bressel, Iulea Gorea, Immanuel Pätkau, Samira Raketin, Josefine Siegel (alle Porta Westfalica), Dennis Oks (Preußisch Oldendorf) und Keanu Meglin (Vlotho).

Heilerziehungspfleger*innen (HEP)

Jennifer Beiner, Anastasiya Chechka, Emmy-Lou Chimento, Alexandra Elsner, Finn Klawitter, Larissa Schramm, Jasmin Wallmann (alle Bad Oeynhausen), Anna Maria Engelmann (Enger), Thea Driedger (Espelkamp), Xenia Belz, Mathis Johannes Jasper (beide Hille), Jessica Sebastiáo Vieira (Kalletal), Maximilian Heidt (beide Kirchlengern), Jan-Lukas Huchel (Löhne), Florian Holle, Nathalie Holle, Franziska-Laureen Ladwig, Marcel Pierre Maas (alle Lübbecke), Anne Bakemeier, Dani Fadel (beide Minden), Hanna Justies, Marvin Lee Meyer, Christina Tsoraki (alle Porta Westfalica), Sarah Conradi (Vlotho) und Enrico Nowak (Werther).

Sozialassistenz mit Schwerpunkt Heilerziehung:

Constanze Barth, Hümeyra Büyükbektas, Stas Eichholz, Roza Gluszakiewicz, Sophie-Luise Grube, Rebecca Jana Lucas, Michel Winter, Milyon Yonas (alle Bad Oeynhausen) Anisah Karali (Herford), Bastian Hellenberg, Dajana Jovanovic (beide Hille), Bojana Vasic (Löhne), Fatma Bayram (Lübbecke), Ann-Christin Julie Mesche (Obernkirchen), Luca Hämmerling (Porta Westfalica) und Ralf Rodewald.

gFAB:

Zusätzlich die Weiterbildung als geprüfte Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung (gFAB) haben abgeschlossen:

Steven Barth, Daniel Klawitter (beide Bad Oeynhausen), Jan Schley (Bielefeld), Christian Evers (Detmold), Verena Petkau (Espelkamp), Frank Kock (Gronau), Mirko Seifert (Hille), Matthias Buhlmann (Hüllhorst), Evelyn Kleinschmidt, Venja-Vanessa Klutt, Rudi Radoslaw Rzymkowski, Irene Schira (alle Lemgo), Stephen Baynham Löhne, Birgit Breder (beide Löhne), Fabian Gesel, Tanja Homburg (beide Lübbecke), Sascha Dietz (Nienburg), Meike Krabbe (Nordhorn), Carsten Meertz (Oerlinghausen), Lukas Mevert (Petershagen), Manuel Schulze, Veit Wieland (beide Porta Westfalica), Christian Janzen (Rahden) und Pascal Hartmann (Rinteln).