Baubeginn in Ahaus für Wohnhaus für Menschen mit Behinderung

Ahaus (AM). Die Bauarbeiten für das Wohnhaus für Menschen mit Behinderung der Diakonischen Stiftung Wittekindshof auf dem Grundstück des ehemaligen Hallenbades in Ahaus haben in der letzten Woche angefangen. „Als erstes werden die Erdwälle abgefahren, anschließend das Gelände modelliert, um es auf ein Niveau für die Fundamente zu bringen“, erklärte Bauleiter Jürgen Dingslaken vom Ahauser Architekturbüro Tenhündfeld. Auch wenn diese Arbeiten wetterabhängig und bei Dauerfrost nicht erledigt werden können, ist der Bauingenieur zuversichtlich, dass die Bodenplatte Anfang Mai fertig sein wird. „Bei den sich anschließenden Rohbauarbeiten wird der Baufortschritt täglich von weiten sichtbar sein. Ab November schließt sich der Innenausbau an, so dass das Haus ab Sommer 2019 bezugsfertig sein wird.“ Ressortleiter Reiner Breder, der für die Wittekindshofer Angebote im Kreis Borken verantwortlich ist, freut sich, dass mittlerweile Förderzusagen von der Stiftung Wohlfahrtspflege, der Aktion Mensch und für Wohnungsbaufördermittel vorliegen. Die Baukosten werden auf 2,3 Millionen Euro geschätzt.

24 Einzelzimmer für Menschen zwischen Anfang 20 bis ins Rentenalter

Geplant ist ein zweigeschossiger L-förmiger Neubau mit vier Wohneinheiten und insgesamt 24 Einzelzimmern. „Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben wird jede Bewohnerin und jeder Bewohner ein eigenes Bad und damit viel Rückzugsmöglichkeiten und Privatsphäre haben“, freut sich der Wittekindshofer Diakon und Geschäftsbereichsleiter Jörg Frieske, der davon ausgeht, dass Frauen und Männer im Alter zwischen Anfang 20 bis ins hohe Rentenalter mit geistiger und mehrfacher Behinderung einziehen werden. „Für einige wird das eine Rückkehr nach Ahaus sein. Sie leben bisher im Wittekindshofer Annaheim in Gronau. Zukünftig werden Besuche bei Eltern und Angehörigen auf kurzem Wege möglich sein“, erklärt Frieske.

Tagesstruktuierende Angebote

Neben dem Wohnhaus entsteht ein kleines Gebäude mit zusätzlichen Räumen für <link internal-link>Tagesstrukturierende Angebote. Teilnehmen werden auch Bürgerinnen und Bürger mit Behinderung aus Ahaus und Umgebung, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung oder weil sie schon das Rentenalter erreicht haben, nicht in einer Werkstatt arbeiten. „Die Mitarbeitenden werden einen abwechslungsreichen Tagesablauf gestalten mit individueller Förderung zum Erhalt und zum Ausbau vorhandener Fähigkeiten bis hin zu gezielter Vorbereitung auf den Wechsel in eine Werkstatt für behinderte Menschen“, berichtete Frieske, der den geplanten Innenhof zwischen Wohnhaus und Tagesstruktur auch als gute Chance für Begegnungen mit Nachbarn, Freunden und Bekannten bewertet.