"Der Rohbau steht, große Teile des Innenausbaus sind erfolgt. Doch aufgrund von mehr als 20 witterungsbedingten Ausfalltagen im Winter und Betriebsferien der Gewerke über Weihnachten sowie eines Wasserschadens liegen wir nicht mehr im Zeitplan für das Wohnhaus für Menschen mit Behinderung", erklärt Diakon Hartmut Wloka, einer der beiden Geschäftsführer der Lebensräume gestalten gGmbH (Lege), der gemeinsamen Tochtergesellschaft der Evangelischen Perthes-Stiftung e.V. aus Münster und der Diakonischen Stiftung Wittekindshof aus Bad Oeynhausen.
Wohnortnahe Unterstützung für Menschen mit Behinderung
"Bereits im Winter kam es in der Rohbauphase zu ersten Verzögerungen durch die Kälte. Die Gewerke konnten aufgrund der niedrigen Temperaturen nicht arbeiten. Es folgten 14 Tage Betriebsferien über Weihnachten", sagt Wlokas Kollege Christoph Mertens von der Evangelischen Perthes-Stiftung e.V.. Zudem war auf der Baustelle an der Friedhofstraße/ Ecke Auf dem Holtfeld ein Schlauch geplatzt. "So ist Wasser in den Rohbau gelangt, das Schäden an Rigipswänden verursacht hat. Der Bau wurde nun getrocknet. Das und die Ausfalltage im Winter führten zu der zeitlichen Verzögerung. Ursprünglich war der Einzug in das Wohnhaus für 24 Menschen mit Behinderung für Ende dieses Jahres geplant. Dies wird nun wohl im Frühjahr erfolgen", sagt Wloka, der sich gemeinsam mit seinem Kollegen Mertens freut, mit dem neuen Wohnhaus Menschen mit Behinderung nun wohnortnah die Unterstützung anbieten zu können, die bisher im Kreis Unna fehlte. "So geben wir Frauen und Männer mit Behinderung die Möglichkeit, zurück in die Nähe ihrer Familien und Angehörigen zu ziehen", sagt Mertens.
Einige Einzelzimmer sind noch frei
19 der 24 Einzelzimmer sind laut Wloka bereits vergeben. "Der Rest ist noch zu belegen", betont Christoph Mertens. Angegliedert an das zweigeschossige Wohnhaus mit 24 Einzelzimmern werden zusätzliche Räume für Tagesstrukturierende Angebote, an denen Menschen mit Behinderung aus Bönen und Umgebung teilnehmen können, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung nicht in einer Werkstatt arbeiten oder bereits das Rentenalter erreicht haben. "Auch hier sind noch Plätze frei. Die TSA können auch Menschen mit Behinderung nutzen, die nicht im Neubau leben", sagt Wloka.
Mitarbeiter gesucht
Rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - darunter Erzieher, Heilerziehungspfleger und Kranken- und Gesundheitspfleger - werden für das Wohnangebot der Lege neu angestellt. "Der exakte Bedarf an Mitarbeitenden steht erst fest, wenn für alle Bewohnerinnen und Bewohner die Kostenzusagen vorliegen, die analog zum individuellen Bedarf erfolgen. Wer mehr Unterstützung im Alltag benötigt, bekommt eine höhere Kostenzusagen und damit einen höheren Personalanteil", erklärt Hartmut Wloka. Die Mitarbeitenden werden in Voll- und Teilzeit arbeiten. "Zwölf Mitarbeitende haben sich bereits für das Wohnhaus in Bönen beworben, in den kommenden Wochen wird es weitere Ausschreibungen geben, so dass wir noch in diesem Jahr in die Bewerbungsverfahren einsteigen können", betont der Geschäftsführer. Eine Bereichsleitung wird aller Voraussicht nach zu November eingestellt.
Ansprechpartner
Fragen zum Wohnangebot und den Tagesstrukturierenden Angeboten beantwortet Oliver Valerius, der für die Koordination der Aufnahme im Neubau in Bönen verantwortlich ist, unter Telefon (02381) 307 47 22.