"Wir leben bunt!", rufen die mehr als 40 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung und werfen farbige Tücher. Es ist der Abschluss des inklusiven, generationenübergreifenden Bühnenprojektes "Lebe bunter". Mitgemacht haben Kinder der Johanniter-Kindertagesstätte Kunterbunt, Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums (IKG) sowie junge und ältere Erwachsene der Diakonischen Stiftung Wittekindshof. Theaterpädagoge Canip Gündogdu und Musicaldarstellerin Alina Meinold hatten die künstlerische Leitung inne. Organisiert wurde es vom Wittekindshofer Kontakt- und Informationszentrums (KIZ) Volmerdingsen. In zwei Aufführungen in der Aula des IKG gab es das Ergebnis der Zusammenarbeit zu sehen. Erzählt wurden einzelne Geschichten rund um das Thema Farben und die Erinnerungen und Assoziationen, die sie auslösen.
Erinnerungen in schwarz-weiß
Als Einführung hatten die Schülerinnen und Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums kurze Filme gedreht, in denen alle Beteiligten ihre Lieblingsfarbe nannten. Anschließend war zunächst alles schwarz-weiß. Es ging in die Vergangenheit. IKG-Schülerinnen berichteten von den Erinnerungen der Wittekindshofer Seniorinnen an ihre Haare: "Ich hatte früher lange Zöpfe, die musste ich eines Tages abschneiden. Ich war traurig." Oder: "Ich wollte immer lange Haare haben, habe meine Haare gepflegt, aber irgendwann sind sie kaputt gegangen." Während die Schülerinnen erzählten, flochten die Seniorinnen Mädchen des Kindergartens Zöpfe.
Farben bereichern die Welt
Farben bereichern das Leben, man muss nur darauf achten. Dies wurde durch die unterschiedlichen Sprechbeiträge, Filme und Szenen deutlich. Bunt sein, hat nicht immer nur etwas mit Farben zu tun. Alle Menschen sind unterschiedlich und tragen ihren Teil dazu bei, dass die Welt bunt ist. Und so war der abschließende Satz "Wir leben bunt!" die Zusammenfassung des gemeinsamen Bühnenprojektes und die Nachricht, die die Zuschauer mit nach Hause nehmen sollten.
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