Sport, Kunst und Kultur stehen für Gemeinschaft, Mitgestaltung und Teilhabe. Auch junge Menschen mit Behinderung möchten in ihrer Freizeit ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen, sich und ihre Möglichkeiten erproben. Doch im Alltag warten viele Hürden auf sie. Die Geschichte von Angela und Christoph Krahl aus Gronau zeigt, wie wichtig fördernde Bildungs- und Freizeitangebote sind, um ein positives Selbstbild zu entfalten und Grenzen zu überwinden.
Gemeinsam stärker durchs Leben
Christoph und Angela Krahl haben sich in den Wittekindshofer Werkstätten in Gronau kennengelernt. Sie freundeten sie sich an. Aus Freundschaft wurde Liebe. Anfang 2016 heirateten sie und wohnen seitdem in einer kleinen Wohnung in Gronau. Christoph Krahl, genannt Chris, ist 32 Jahre alt und aufgrund einer körperlichen Behinderung auf den Rollstuhl und tägliche Unterstützung angewiesen. Angela ist 25 Jahre alt und absolviert ein Praktikum im Altenheim. Wie Krahl, lebt auch Angela mit einer psychischen Beeinträchtigung, die das Leben zusätzlich einschränkt.
Musik kann Türen öffnen
Einen Ausgleich findet das Paar in der Musik. Christoph Krahl spielt E-Gitarre und Angela Krahl E-Bass. Christophs großer Wunsch ist es, in einer Musik-Band zu spielen. Aber hier tauchen Schwierigkeiten auf, die beispielhaft sind für viele Wünsche in seinem Leben. Angefangen bei der Mobilität. Da er auf den Rollstuhl angewiesen ist, werden schon die Fahrten zu den Übungsabenden zum Problem. Zugänge zum öffentlichen Nahverkehr sind oftmals nicht ausreichend barrierefrei. Die wenigen kostenlos zur Verfügung stehenden Taxifahrten reichen nicht aus, um regelmäßige Termine wahrzunehmen. Außerdem beherrscht er sein Instrument seiner Ansicht nach noch nicht so gut, um mit Selbstbewusstsein Teil einer Band zu sein.
Den Horizont erweitern
Ein weiterer sehnlicher Wunsch ist es, einmal einige gemeinsame Urlaubstage zuverbringen. Eine Übernachtung in einer Jugendherberge oder in einer barrierefreien Pension an der Nordsee – für die Krahls ein bisher unerfüllbarer Traum. Eine solche Reise ist, vor allem für Christoph Krahl, mit vielen Hindernissen verbunden. Alles müsste behindertengerecht ausgestattet, die Pflege sichergestellt sein. Sehr wahrscheinlich wäre für eine erste Reise eine Begleitung erforderlich.
Die Behinderung tritt in den Hintergrund
Durch die Teilnahme an Freizeit-, Musik-, Sport- oder Kulturangeboten können Menschen wie Angela und Christoph Krahl ihre Begabungen und Fähigkeiten entwickeln und Grenzen von Furcht und Einschränkung überwinden. Die Behinderung tritt in den Hintergrund. Allerdings sind Musikinstrumente und Unterricht, Ausflüge, Urlaube und kulturelle Veranstaltungen sowie der Transport dorthin für sie kaum erschwinglich.
Mit Ihrer Hilfe können wir viel für Menschen wie Angela und Christoph Krahl bewegen. Ihre Spende ist ein Beitrag dazu, dass sie ihre Freizeit selbstständig gestalten, neue Erfahrungen sammeln und Gemeinschaft, Annahme und Bestätigung erfahren können. Mit 30 Euro können die Gebühren für einen Monat Unterricht in der Musikschule bezahlt werden oder auch die Taxi-Fahrten zur Musikschule. Mit einer Spende in Höhe von 80 Euro kann ein Ausflug an die Nordsee mit Übernachtung in einer Jugendherberge möglich werden. Jede Spende hilft.
Spendenkonto
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