Zeit war auch für ein Podiumsgespräch, das Schulleiter Jörg Hunschede mit seiner Vorgängerin Jutta Thier-Mechelhoff, der ehemaligen Schülerin Christina Hackfort, der Schulpflegschaftsvorsitzenden Anne Herker-Orthaus sowie den Lehrerinnen Annalena Schaten und Leonie Hippe führte. Gemeinsam beleuchteten sie den Stellenwert der Schule in der Gesellschaft.
Jutta Thier-Mechelhoff, die viele Jahre an der Johannesschule tätig war, erinnerte sich: „Egal ob früher oder heute, die Schülerinnen und Schüler standen immer im Mittelpunkt.“ Sie erzählte von Zeiten, in denen die Schüler*innen noch keine persönlichen Rollstühle hatten und Nestschaukeln selbst gebaut wurden. Als symbolisches Geschenk überreichte sie einen Kompass: „Damit ihr trotz all der Irrungen und Wirrungen bei Finanzen, in der Gesellschaft oder Politik den Weg nicht verliert und das Ziel vor Augen habt.“
Nach dem Ende ihrer Schullaufbahn 2006 arbeitete Christina Hackfort zunächst in den Wittekindshofer Werkstätten, machte dann eine Ausbildung und kümmerte sich im Altenheim um an Demenzerkrankte. Heute arbeitet sie wieder in den Werkstätten. Ihr Geschenk an die Schule: ein Turnschuh. „Damit alle ihren Weg weiterlaufen und ein gutes Arbeitsverhältnis in der Werkstatt oder auf dem Arbeitsmarkt bekommen.“
Die beiden Lehrerinnen Annalena Schaten und Leonie Hippe griffen den Faden der Vorrednerinnen auf: „In der Johannesschule dreht sich wie zu Anfangszeiten noch immer alles um das Individuum und dessen Möglichkeiten, die es zu fördern und zu stärken gilt.“ Als Geschenk überreichten sie zwei Puzzlestücke mit einem Foto des Kollegiums – als Symbol für ein starkes Ganzes, in dem jedes Puzzleteil wichtig ist.
Schulpflegschaftsvorsitzende Anne Herker-Orthaus brachte die Perspektive der Eltern ein: „Die Menschen, die in der Schule arbeiten, und deren Sichtweise auf die Menschen, die hier zur Schule gehen, machen die Johannesschule zu etwas Besonderem.“ Ihr Geschenk: eine Modellhand als Symbol dafür, sich von den Schüler*innen an die Hand nehmen zu lassen und auf ihre Wünsche einzugehen.
Schulleiter Jörg Hunschede selbst schenkte der Johannesschule zwei Magneten. „Sie stehen für den Zusammenhalt, der die Johannesschule auszeichnet. Aber auch dafür, dass wir für unsere Schüler*innen gemeinsam einstehen, trotz knapper werdender Ressourcen und politischem Druck.“