Einweihung an der Clarenstraße

Die Gäste standen bis vor die Tür bei der Einweihungsfeier für das neue Wohnhaus für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung an der Clarenstraße. Gekommen waren Vertreter aus Politik, Verwaltung, dem Sozialbereich, Kirche und der Nachbarschaft, aber auch Angehörige und zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner. „Wir bilden bei dieser Feier eine bunte Gemeinschaft und wollen eine bunte Gesellschaft mit gestalten, in der Vielfalt als Bereicherung erlebt wird und nicht als Irritation“, erklärte der Wittekindshofer Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke.

Alltägliche Begegnungen ermöglichen

Bürgermister Tim Kähler knüpfte an mit seinem Appell für Inklusion und Akzeptanz an. Er forderte alle Herforder Bürgerinnen und Bürger auf, nicht übereinander, sondern miteinander zu sprechen. Der Bürgermeister bewertete den Neubau als richtigen Schritt in die richtige Richtung, weil das Wohnhaus mitten in der Stadt alltägliche Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne psychische Erkrankungen ermögliche, die notwendig seien, um bestehende Vorurteile abzubauen. „Das neue Angebot in der Clarenstraße schließt eine Versorgungslücke in der Stadt und im Kreis Herford“, betonte Dr. Stephan Blaschke, als Vertreter des Gemeindepsychiatrischen Verbundes.

Schlüsselübergabe

Zur symbolischen Schlüsselübergabe erklärte der Lemgoer Architekt Stefan Brand, dass drei Gebäude mit einer kleinteiligen Struktur und Innenhof entstanden seien. Diese Gebäudestruktur ist Voraussetzung dafür, dass in dem Wohnhaus Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Wohnformen und fließende Übergänge möglich sind, die Ressortleiter Uwe Thünemann hervorhob. „Barrierefreies Wohnen heißt für uns nicht nur die DIN 18040 einzuhalten, sondern auch die Möglichkeit eigene Entwicklungsschritte selbst zu bestimmen, mitzubestimmen, Geduld zu haben und die nötige Zeit zu geben.“