Einzug in Herne-Holsterhausen

Es ist ein Umzug um die Ecke, aber ein Riesenschritt für Familie Teichert. Fast 50 Jahre hat Susanne Teichert bei ihren Eltern gelebt. Am Dienstag zieht sie um in das neue Wohnhaus der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in der Bielefelder Straße in Herne-Holsterhausen. "Am Ende der Schulzeit war der Auszug aus dem Elternhaus bei Mitschülern ein Thema. Aber da war Susanne noch nicht so weit", erklärt Ingrid Teichert. Für die Mutter kam die große Wende erst vor drei Jahren: "Ich bin zusammengebrochen und es ging gar nichts mehr. Wir waren froh, dass wir kurzfristig einen Platz für Susanne bekommen haben. Aber es war ein Altenheim und sie war erst Mitte 40."

Als Ingrid Teichert gehört hat, dass der Wittekindshof direkt in ihrem Stadtteil ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderung baut, hat sie sofort Kontakt aufgenommen. Nach gut 18-monatiger Bauzeit ist das Haus jetzt fertig und das Team um Bereichsleiterin Dörte Sauer hat alles für den Einzug der zwölf vorwiegend jungen Männer und Frauen in dieser Woche vorbereitet. Die Kinder und Jugendlichen werden im August im Erdgeschoss folgen. Wenn sich alle eingelebt haben, ist im Herbst ein Einweihungs- und Nachbarschaftsfest geplant.

Susanne Teichert war schon mehrfach zu Besuch im Neubau und erklärt in ihrem neuen Zimmer: "Boah, ist das schön. Hier will ich bleiben." Sie freut sich, dass vertraute Kuscheltiere von Zuhause bereits in ihr Zimmer eingezogen sind. Sie tauscht die graphitfarbige Fußmatte in ihrem Badezimmer gegen eine gelbe Matte mit Enten, die ihre Mutter extra für sie gekauft hat. "Hier kommt mein Fernseher hin", sagt Susanne Teichert und ergänzt: "Ich bringe mein Radio mit. In meinem Zimmer stört mich keiner. Da habe ich meine Ruhe!"

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung "Einzug in den Neubau an der Bielefelder Straße in Holsterhausen".