Der Wittekindshof ist 130 Jahre alt. Schon vor dem Einzug der ersten Bewohner wurde der Grundstein für ein Frauen- und Mädchenwohnhaus gelegt. Seit 129 Jahren leben und arbeiten Frauen im Wittekindshof. Jetzt ist Ekaterina Nilogow als erste Frauenbeauftragte gewählt worden. Wahlberechtigt waren über 300 Mitarbeiterinnen mit Behinderung in den sieben Betriebsstätten der Wittekindshofer Werkstätten in Bad Oeynhausen, Espelkamp und Löhne.
Die 29-jährige Nilogow arbeitet in der Betriebsstätte Sonnenbrede in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen, erledigt Verpackungs- und Montagearbeiten und gehört zu einer Arbeitsgruppe, die Brot backt, Marmelade und Chutneys kocht und einen Nutzgarten mit Hühnern und Bienen pflegt. Stellvertretende Frauenbeauftragte ist Claudia Spyksma aus Bünde, die in der Betriebsstätte Vorwerk im Auftrag der Industrie Verpackungs- und Montageaufträge erledigt.
Bundesteilhabegesetz führt Amt der Frauenbeauftragten ein
Die Wahl zur Frauenbeauftragten war eine Premiere. Das Amt ist durch das im Dezember 2016 verabschiedete Bundesteilhabegesetz verbindlich für alle Werkstätten für behinderte Menschen neu eingeführt worden. In den Wittekindshofer Werkstätten hat die Wahl zeitgleich mit den Wahlen für die Werkstatträte stattgefunden. Beide Wahlverfahren wurden in den Wittekindshofer Werkstätten anschaulich und mit Leichter Sprache in einem Video erklärt. Später haben sich die Kandidatinnen in einem Video vorgestellt.
Videotechnik unterstützt Wahl
Zur Bekanntgabe des Wahlergebnisse haben sich alle Wahlvorstände in der größten Betriebsstätte an der Sonnenbrede in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen getroffen. Das Zusammentragen der Ergebnisse und die erste Amtshandlung der neuen Frauenbeauftragten wurden live per Video in die Betriebsstätten übertragen: Ekaterina Nilogow bedankte sich bei allen Wählerinnen und ihren vier Mitkandidatinnen.
Mehr zur Wahl der ersten Frauenbeauftragten lesen Sie in der Pressemitteilung: " Ekaterina Nilogow ist erste Frauenbeauftragte im Wittekindshof".