Sebastian Große ist stolz: Endlich hat er den Führerschein in der Tasche. "Jetzt bin ich flexibel und kann hinfahren, wo ich möchte." Doch viel wichtiger: Jetzt stehen ihm mehr Möglichkeiten in seiner weiteren beruflichen Entwicklung offen.
Die Zwischenprüfung zum Werker im Garten- und Landschaftsbau hat der 20-Jährige in der Wittekindshofer Gärtnerei, die Teil des Berufsbildungswerkes (BBW) ist, bereits erfolgreich bestanden. Mitte des Jahres wird er seine Ausbildung abschließen. Für die Zeit danach wurde ihm eine Arbeitsstelle in einem Gartenbaubetrieb in Enger, nahe seines Wohnortes Bünde, angeboten. Aber viel lieber würde er weitermachen mit einer Vollausbildung im Garten- und Landschaftsbau. Fest steht, dass ohne den Führerschein beides nicht möglich wäre.
Berufschancen steigen durch Mobilität
Mobil zu sein, ist für die meisten Menschen selbstverständlich. Selbst während der Arbeit sitzen viele hinter dem Steuer. Sei es als Außendienstmitarbeiter, Kurier oder - so wie Sebastian Große es werden möchte – als Garten- und Landschaftsbauer. Denn die Einsatzorte sind meist Kilometer vom Betrieb entfernt und Werkzeuge sowie Material müssen transportiert werden. "Und ich kann jetzt auch samstags arbeiten, da ich mit dem Auto zur Arbeit fahren kann", nennt Sebastian Große einen weiteren Vorteil seiner neu gewonnenen Mobilität. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Dem 20-Jährigen fehlten die finanziellen Mittel und er sparte jeden Euro, um die Führerscheinprüfung zu bezahlen.
Auszubildende benötigen Unterstützung
Wie Sebastian Große geht es vielen Auszubildenden des Berufsbildungswerkes Wittekindshofes. Während ihrer Ausbildung erhalten sie zwar ein Verkehrssicherheitstraining, die Fahrkarten zum Berufskolleg werden bezahlt und auch Wegetraining wird angeboten. Doch Mobilität bedeutet mehr – auch vielleicht, weil sie eine fast "normale" Anforderung an den berufstätigen Menschen ist. So ist es von enormer Wichtigkeit, ob die jungen Auszubildenden einen Führererschein, ein Fahrrad oder einen Roller zur Verfügung haben. All das können sie sich jedoch in der Regel nicht leisten. Und besonders auf diese Dinge sind sie angewiesen, wenn sie nach ihrer Ausbildung einen möglichen Arbeits- oder Praktikumsplatz erreichen wollen.
Das Beispiel von Sebastian Große zeigt, wie einfach das Leben junger Menschen mit Behinderung verbessert werden kann. Eine kleine finanzielle Spende kann Großes bewirken, Teilhabe ermöglichen und Zukunft positiv gestalten.
Einen Überweisungsträger zum Ausdrucken und weitere Informationen rund um Spenden finden Sie im Spendenbereich.
Ihre Ansprechpartnerin rund um Spenden
Eva-Maria Kern
Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: (05734) 61-11 32
E-Mail: eva-maria.kern@wittekindshof.de