Bad Essen/ Bad Oeynhausen (AM). Diakon Friedhelm Heitmeyer aus Bad Essen feiert am heutigen Donnerstag, 1. November, sein 25-jähriges Dienstjubiläum in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen. Nach einer kaufmännischen Ausbildung in der Industrie, und einer landwirtschaftlichen Lehre, hat der Jubilar zunächst als staatlich geprüfter Landwirt den elterlichen Hof geführt. Dabei hat er erste Erfahrungen mit Menschen mit Behinderung gesammelt, die als Feriengäste auf den Hof gekommen sind.
1993 hat er seinen diakonischen Dienst in der damaligen Wittekindshofer Zweigeinrichtung in Espelkamp-Benkhausen angetreten. Prägend war für ihn das geistliche Leben mit den großen Morgenandachten mit Posaunenchor und Circus Krönchen, ein inklusives Projekt des Bürgervereins Gestringen, in dem mehrere Wittekindshofer Bewohner mitgewirkt haben. „Circus Krönchen hat mich in eine fremde, faszinierende und verzaubernde Welt entführt, zu der ich fortan dazugehören durfte“, erinnert sich der Jubilar an seine prägenden ersten Dienstjahre in Benkhausen.
Mit Beginn der Diakonenausbildung wechselte Friedhelm Heitmeyer in den Wittekindshofer Wohnbereich Vorwerk und später auf das Gründungsgelände in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen. Die theologisch-diakonische Ausbildung hat er mit der Krankenpflegeausbildung kombiniert. Nach Abschluss der Doppelqualifikation wurde Friedhelm Heitmeyer im Herbst 2000 als Mitglied der Diakonischen Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof als Diakon eingesegnet.
Gut ein Jahr später hat er für mehr als elf Jahre die Leitung der Wohngruppe 2 im Haus Andreas übernommen, in der Frauen und Männer mit sehr unterschiedlichem Unterstützungsbedarf aufgrund von körperlichen Beeinträchtigungen, aber auch aufgrund von herausforderndem Verhalten leben. Heitmeyer erinnert sich sehr gerne an diese intensive, aber auch sehr schöne Zeit, in der eine Arbeits- und Lebensgemeinschaft nicht zuletzt durch ganz unterschiedliche Urlaubs- und Freizeitaktivitäten entstanden sei,
Für kurze Zeit war Diakon Heitmeyer für ein damals neues Wohnhaus in Bünde verantwortlich und arbeitet jetzt im Nachtdienst im Wohnhaus Bethanien, in dem vor allem Menschen mit schwerer Mehrfachbehinderung und hohem Pflegebedarf leben. Privat engagiert sich Friedhelm Heitmeyer für den elterlichen Hof in Bad Essen, den er zusammen mit anderen in einen christlichen Mehrgenerationenhof umwandelt.