Quartalsnews

Gemeinsam Gottesdienst gestaltenInklusiver Gottesdienst in Herne feiert 10-jähriges Jubiläum – Vorbereitungen gestartet

Seit zehn Jahren ist der inklusive Gottesdienst in der Kreuzkirche in Herne ein besonderes Zeichen gelebter Gemeinschaft. Menschen mit und ohne Beeinträchtigung feiern und gestalten gemeinsam. 

Am Sonntag, 22. November 2026, um 17 Uhr ist es wieder soweit: Der Gottesdienst feiert nicht nur Glauben und Teilhabe, sondern auch sein rundes Jubiläum. Die Vorbereitungen dafür haben bereits jetzt begonnen. 

 

Weichen fürs Jubiläum

2016 wurde der erste inklusive Gottesdienst in Herne gefeiert. Nun trafen sich die Partner des Kooperationsprojekts, um die Weichen für zehnten Gottesdienst zu stellen. Mit dabei waren Pfarrerin Katja Lueg von der Evangelischen Kirchengemeinde Haranni und der Gehörlosenseelsorge, Marita Wolniak von der Gehörlosenseelsorge und dem Kreissynodalvorstand, Gilbert Krüger als Synodalbeauftragter für Inklusion, Anja Fecke, Diözesanbeauftragte für Seelsorge für und mit Menschen mit Behinderung, sowie Vertretern der Lebenshilfe Herne und der Diakonische Stiftung Wittekindshof. 

Gemeinsam stellten sie sich grundsätzliche Fragen: Wie soll die Partizipation im Gottesdienst genau gestaltet werden? Welche Themen sollen in den Vordergrund rücken? 

„Wir sind in die Diskussion gegangen, wie wir den Gottesdienst in diesem Jahr gemeinsam mit den Menschen gestalten wollen, die ihn mitfeiern“, erklärt Dörte Sauer, Mitarbeiterin vom Wittekindshof in Herne. 

Sie organisieren derzeit weitere Termine mit Männern und Frauen, die die Angebote der Stiftung in Herne und Oberhausen nutzen und Interesse haben, den Gottesdienst aktiv mitzugestalten. Für die kommenden Monate sind Treffen mit den Teilnehmenden geplant. Dann wird es um die Details gehen: das Motto, die liturgischen Elemente, die Musik, die Lesungen – alles wird gemeinsam erarbeitet.

Leichte Sprache und Gebärden

Der inklusive Gottesdienst in Herne ist ein Kooperationsprojekt des Evangelischen Kirchenkreises Herne, des Dekanats Emschertal, der Diakonischen Stiftung Wittekindshof und der Lebenshilfe Herne / Wanne-Eickel e.V. Seit genau zehn Jahren wird er in dieser Form gefeiert und hat sich zu einem festen Bestandteil des kirchlichen Lebens in Herne entwickelt. 

Besonders ist, dass der Gottesdienst in Leichter Sprache und Gebärdensprache gefeiert wird. Klient*innen des Wittekindshof übernehmen etwa Lesungen, bringen musikalische Beiträge ein oder gestalten Gebete oder den Altarraum. „Es geht darum, dass alle ihre Gaben und Talente einbringen können und dass Gottesdienst wirklich von allen und für alle gefeiert wird“, betont Dörte Sauer.