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Gemeinsam laufen und feiern – mit Bildergalerie 📷Spendenlauf für den Kurt-Schumacher-Platz und buntes Familienfest auf dem Wittekindshof

Strahlende Gesichter, sportlicher Ehrgeiz und ausgelassene Feststimmung: Der zweite Gronauer Sommerlauf und das anschließende Sommerfest der Diakonischen Stiftung Wittekindshof lockten Hunderte Besucherinnen und Besucher an. 

„Unser heutiges Motto ist 'Alles, was ihr tut, das tut von Herzen‘. Wir erleben, was Gemeinschaft bedeutet – Menschen mit und ohne Beeinträchtigung laufen, feiern und begegnen sich auf Augenhöhe“, freute sich Diakon André Weber, Regional-Geschäftsführer für die Wittekindshofer Angebote im Münsterland und Ruhrgebiet, beim Start des Laufs an der Werkstatt Losserstraße.

Rund 100 Läuferinnen und Läufer nahmen die verschiedenen Strecken in Angriff.  Auch Wittekindshofer Laufteams aus Ostwestfalen haben sich auf den Weg ins Münsterland gemacht. Um 10 Uhr startete zunächst die Kurzrunde für Rollstuhlfahrende, Kinder und alle, die es gemütlicher angehen wollten. Eine Stunde später folgten die ambitionierteren Sportlerinnen und Sportler auf den Fünf- und Zehn-Kilometer-Strecken mit Zeitmessung. Die Route führte unter anderem durch die Wittekindshofer Werkstätten am Schürblick und entlang der Lindenallee. Angefeuert wurden die Läuferinnen und Läufer von der Wittekindshofer Gruppe Samba SoLe, die mit Trommeln für Motivation sorgte.

Bewegungsgeräte angeschafft

„Aus einer spontanen Idee des Sommerlaufs ist ein Format entstanden, das Menschen verbindet und Bleibendes schafft. Mit den 2024 erlaufenen Spenden von knapp 10.000 Euro konnten wir inklusive Bewegungsgeräte anschaffen, die heute vielen Menschen Freude bereiten“, erklärte Diakon Joscha Springer, vom Wittekindshofer Organisationsteam. 

Bei der Siegerehrung überreichte Gronaus Bürgermeister Rainer Doetkotte persönlich die Pokale und Urkunden an die stolzen Gewinnerinnen und Gewinner. „Danke an das Team vom Wittekindshof. Ihr zeigt Jahr für Jahr, dass ihr mittendrin seid. Ihr seid Teil der Stadt, tut etwas für den Stadtwesten. Heute tun wir etwas für alle! Gemeinsam laufen wir für die Restaurierung der Torflore, die ihr hinter mir seht. Die wird später unseren Kurti verschönern“, betonte er. Die Lore, die an den Torfabbau in Gronau erinnern soll, wird von Menschen in den Wittekindshofer Werkstätten restauriert und künftig als Symbol für die industrielle Geschichte der Stadt auf dem 'Kurti' stehen.

Besonders hervorgehoben wurde bei der Veranstaltung auch die Zusammenarbeit mit Dagmar Wigbels von WIBO Immobilien, die als Mitinitiatorin des Vereins Kurti e.V. maßgeblich zur Verschönerung des Kurt-Schumacher-Platzes beiträgt. „Ich erinnere mich, Herr Weber, als wir vor ein paar Monaten die spontane Idee der Torflore als Zeichen für die industrielle Vergangenheit Gronaus hatten. Nun stehen wir hier und Sie machen die Idee möglich. An dieser Stelle besonderer Dank an das KIZ Café, das am Kurti tolle inklusive Arbeit leistet“, betonte Dagmar Wigbels.

Alpakas, Bimmelbahn und Clownin

Nach dem sportlichen Teil verlagerte sich das Geschehen auf den Campus an der Bottostraße/Landgrafenstraße, wo das Sommerfest des Wittekindshofs stattfand. Eine Bimmelbahn lud zu Rundfahrten über das Gelände ein, während das Bungee-Trampolin kaum eine Verschnaufpause bekam: Kinder und Erwachsene standen Schlange für das luftige Vergnügen. 

Für Lacher und staunende Blicke sorgte eine Clownin, die mal auf Stelzen, mal auf ihrem knatternden Moped über das Festgelände zog. Besonders die tiergestützten Angebote zogen viele Besucherinnen und Besucher an: Während die Therapiehunde von Katrin Diefenbach mit Geduld und Sanftmut bei der Annahme von Leckerchen zeigten, hielten sich die Alpakas von den Ottensteiner Anden weniger zurück, als ihnen die Besucher und Besucherinnen das Futter reichten. 

Der Gronauer Musikers Dennis Buss präsentierte gemeinsam mit Klientinnen und Klienten der Wittekindshofer Werkstatt das Ergebnis eines mehrmonatigen Musik-Projekts und rappte anschließend noch einige eigene Stücke. Während die Tombola mit attraktiven Preisen lockte und das vielfältige kulinarische Angebot für das leibliche Wohl sorgte, entwickelten sich auf dem gesamten Campus lebhafte Gespräche. „Genau das ist unser Ziel“, resümierte André Weber. „Wir wollen Räume schaffen, in denen Begegnung selbstverständlich wird, hier auf unserem Campus oder mitten in der Stadt wie am Kurt-Schumacher-Platz.“