Gut gelandet: ein Storch auf der Sirene

Es gib sie noch - andere Themen außer Corona, die die Menschen bewegen. Seltener Besuch zum Beispiel, der von Menschen im Lazarusheim auf dem Wittekindshofer Gründungsgelände in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen entdeckt wurde.

Storch landet auf dem Marthahaus

Gegenüber des Lazarusheims steht das Marthahaus. Es ist fast zwanzig Jahre älter als das Lazarusheim und wurde 1908 eingeweiht. Es ist nicht nur älter, sondern vor allem eine Etage höher, steht weiter oben am Hang und hat eine Sirene, die noch ein paar Meter weiter in den Himmel reicht. Und genau dort, auf dem höchsten Punkt ist ein Storch gelandet und wurde entdeckt von den Menschen im Lazarusheim.

Willkommene Abwechslung

Rote Beine, langer roter Schnabel und das typische weiß-schwarze Federkleid hoben sich vom strahlend blauem Himmel perfekt ab. Das sah noch viel besser als auf den Handyfotos aus, die Markus Bäßler gemacht hat, als er sich zusammen mit Bewohnerinnen und Bewohnern den seltenen Gast angesehen hat. "Alle waren begeistert, dass der Storch direkt bei uns gelandet ist. Einen Storch haben wir hier noch nie entdeckt und dann war er noch so gut zu erkennen", berichtet der Erzieher. Im Kreis Minden-Lübbecke ist der Weißstorch mittlerweile wieder recht weit verbreitet. Vor allem in Wesernähe gibt es Störchendörfer, aber in Volmerdingsen und auf dem Wittekindshofer Gelände ist der Storch zumindest bisher ein seltener Gast. Bei den Gesprächen im Lazarusheim war er vor allem als sagenumwobener Kinderbringer bekannt. Ob der Storch nur zufällig vorbeigekommen ist, oder genau hier heimisch werden und auf Brautschau gehen will, muss in den nächsten Wochen beobachten werden. Zur inklusiven Weiterentwicklung des Gründungsgelände würde eine Familie mit roten Beinen und weiten Schwingen sicherlich gut passen.