Hakenberg als Vorstand verabschiedet

Dieter Hakenberg war vom 1. Januar 2002 bis 30. September 2016 der erste kaufmännische Vorstand der Diakonischen Stiftung Wittekindshof. Superintendent Andreas Huneke hat als Vorsitzender des Stiftungsrates die Amtszeit Hakenbergs mit wenigen Worten zusammengefasst: „In den letzten 14 Jahren und elf Monaten erlebte der Wittekindshof eine für westfälische Verhältnisse geradezu sprunghafte Entwicklung von einer altehrwürdigen Anstalt zu einem modernen Unternehmen der Eingliederungshilfe“ sagte Huneke und betonte, dass diese Entwicklung in ganz wesentlichen Teilen dem scheidenden kaufmännischen Vorstand zu verdanken sei. „Dieter Hakenberg ging es vor allem darum, für die von uns unterstützten Menschen bessere Lebensbedingungen zu schaffen.“

Dass er dabei nicht nur in seinem eigenen Ressort, im wirtschaftlichen und im baulichen Bereich erfolgreich war, sondern weit darüber hinaus betonte Huneke ebenso wie Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke, der erklärte: „Unter der Leitung von Dieter Hakenberg hat der Wittekindshof die Dynamik gewonnen, wichtige Entwicklungsschritte in allen Bereichen der Stiftung zu schaffen, die Qualität der Arbeit auf ein zeitgemäßes Niveau zu bringen, Wettbewerbsfähigkeit mit Konkurrenten herzustellen und seine Angebote auf die Wünsche von Menschen mit Behinderung einzustellen.“

Huneke lobte, dass Hakenberg mit großer Beharrlichkeit und Konsequenz, mit hoher Ausdauer und Kompetenz, gelegentlich auch mal mit Ungeduld und Härte entschieden und entscheidend die Entwicklung des Wittekindshofes vorangetrieben habe. Auch Jürgen Kockmann, der Leiter der Behindertenhilfe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), der Hauptkostenträger des Wittekindshofes, charakterisierte Hakenberg als harten, aber auch fairen Verhandlungspartner, der große Fußstapfen für seinen Nachfolger Marco Mohrmann hinterlassen habe.

Hakenberg übt scharfe Kritik an Überregulation

Hakenberg selbst bewertet die Behindertenpolitik in Nordrhein-Westfalen und die Zielvereinbarungen mit dem LWL als Rückenwind. Starken Gegenwind hätten demgegenüber Haushaltssicherungskonzepte und Sparappelle ausgelöst. „Sparen im Sinne der Haushaltssicherungskonzepte gerät oft zur Amputation und befördert nur weitere Behinderung“, ist Hakenberg überzeugt, weswegen er Sparen nicht als Diktat und Selbstzweck, sondern als kreativ-sportlichen Auftrag aller interpretierte.

Die Feier zum Amtswechsel nutzte Hakenberg für deutliche Kritik an staatlicher Überregulation. Auflagen wie Brandschutz, endlose Dokumentationspflichten, Bau-, Energie und Sicherheitsvorschriften kritisierte er als wahre Kostentreiber, die sparsames und wirtschaftliches Handeln erschwerten. „Um Gesetze, Richtlinien und Auflagen zu erfüllen, geben wir mehr und mehr Geld aus und benötigen immer mehr Personalressourcen. Nach diesen Leistungen fragte kein Mensch mit Behinderung. Das kommt auch nicht bei den Menschen an. Im Gegenteil, je mehr wir dafür bezahlen, umso mehr leidet die direkte Betreuung.“

Weitere Informationen entnehmen Sie der Pressemitteilung "Hakenberg kritisiert Kostentreiber".