Haus am Dustholz gibt es seit zehn Jahren

Vor zehn Jahren sind die ersten Kinder und Jugendlichen in das Haus am Dustholz in Bünde-Ennigloh eingezogen. Es war das erste Wittekindshofer Wohnhaus in Bünde und das erste Wohnangebot für Kinder und Jugendliche mit Behinderung außerhalb des Gründungsgeländes in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen oder des Wittekindshofes Gronau. Vor zehn Jahren gab es Umzüge aus Volmerdingsen in die Kloppenburgstraße nach Bünde, aber auch aus Elternhäusern in der Umgebung des Kreises Herford. Einer der Jüngsten von damals lebt noch heute im Haus am Dustholz. Viele andere leben mit ambulanter Unterstützung in der eigenen Wohnung, nutzen Wittekindshofer Wohnangebote in der Bünder Innenstadt oder sind in die benachbarte Außenwohngruppe umgezogen, um ihre Selbständigkeit gezielt zu trainieren. Zur Zeit leben im Haus am Dustholz junge Menschen im Alter zwischen 8 und 21 Jahren mit geistiger Behinderung und teilweise auch erheblichen körperlichen Einschränkungen oder Autismus-Spektrum-Störungen.

Fest zum 10-jährigen Jubiläum

Zum 10-jährigen Jubiläum haben sich ehemalige und heutige Bewohner und Mitarbeitende, Eltern, Nachbarn, Lehrkräfte des Johannes-Falk-Hauses, Freunde und Förderer im Eingangsbereich zum Gottesdienst und zur Eröffnung des Jubiläumsfestes getroffen. Viele erinnerten sich noch, dass an gleicher Stelle auch die Einweihungsfeier stattgefunden hatte. Dieses Mal hing ein buntes Netz am Eingang, das die Kinder und Jugendlichen bei einer Hausandacht schon mit vielen Bildern bestückt hatten. Sie zeigten, wer im Haus lebt, wie im Haus Gemeinschaft entsteht und welche Netze der Gemeinschaft in den letzten Jahren weit über das Wohnhaus hinaus entstanden sind.

Film: Leben im Haus am Dustholz und in Ennigloh

Für den Gottesdienst gab es eine kurze Regenpause. Das weitere Fest fand im Haus, Zelt und Pavillons statt. Ein mit Spannung bei allen erwarteter Höhepunkt war die Premiere des Films über das Leben im Haus am Dustholz. Die Kinder und Jugendlichen waren begeistert, wenn sie sich selbst oder Bekannte entdeckten. Gäste erlebten im Film, wie viel Spaß die regelmäßigen Besuche im benachbarten Schwimmbad Bünder Welle, das Kettcar, Roller, Rolli und Fahrrad fahren auf dem Schulhof machen und wie der Garten rund um das Haus genutzt oder am Wochenende gekocht wird.

Mitmachaktionen und Tanzvorführungen

Als der Eiswagen vorgefahren war, gab es trotz Regen einen guten Grund nach draußen zu gehen. Drinnen boten Ramba Zamba mit Schminkaktionen und Airbruschtatoos und die drei Clowns von Ringelstrumpf mit Kinderquatsch und Mitmachaktionen viel Abwechslung. Das Lampenfieber stieg noch einmal kurz vor den Tanzaufführungen einiger Bewohner, die mit tosendem Applaus belohnt wurden und auch die Gäste zum Mittanzen animierten.