Freizeit

Hund Kani baut Brücken zwischen den Generationen Offener Ganztag Melbergen Wittel erlebt tierischen Nachmittag im Wittekindshof in Gohfeld

Ein Hund, viele neugierige Kinder und ein offenes Miteinander: Beim Besuch des Offenen Ganztags der Grundschule Melbergen-Wittel in den Tagesstrukturierenden Angeboten (TSA) des Wittekindshofes an der Weihestraße in Löhne-Gohfeld stand diesmal ein tiergestütztes Angebot im Mittelpunkt. Hund Kani brachte Kinder und Menschen, die vom Wittekindshof unterstützt werden, schnell miteinander in Kontakt.

Die Klient*innen begrüßten die Jungen und Mädchen mit einem Lied. Danach folgte Kanis große Stunde. Der Haverneserrüde ist regelmäßig zu Besuch in der TSA. „Kani war an diesem Nachmittag der Mittelpunkt. Über den Hund sind Kinder und Klient*innen schnell miteinander in Kontakt gekommen. Man konnte gut sehen, wie Hemmschwellen kleiner werden und Vertrauen entsteht“, sagt Ivonne Jahnke, Mitarbeiterin der TSA und Frauchen des Rüden. Sie hat den Termin gemeinsam mit ihrer Kollegin Nicole Becker durchgeführt und Begegnungen zwischen Kindern, Teilnehmenden und Kani ermöglicht. 

„Im Hinblick auf die Ausrichtung der Tagesstrukturierenden Angebote ist Tiergestützte Pädagogik generell sehr wertvoll. Hundegestützte Angebote können zum Beispiel dazu beitragen, dass Selbstwirksamkeit und Verantwortungsbewusstsein gefördert, Ängste abgebaut, Mobilität erhalten und das körperliche und seelische Wohlbefinden gesteigert wird“, sagt Diakonin Dorothea Elges. Sie ist verantwortlich für die Tagesstrukturierenden Angebote der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Löhne und Herford. Die TSA sind ein Angebot für Menschen mit Beeinträchtigung, die noch nicht, nicht mehr oder derzeit nicht arbeiten.

Die Zusammenarbeit zwischen den Tagesstrukturierenden Angeboten des Wittekindshofes und dem offenen Ganztag „Villa Kunterbunt“ besteht bereits seit längerer Zeit. Entstanden ist sie aus gemeinsamen Bastelnachmittagen. Inzwischen gehören die Besuche zum Miteinander. Sie schaffen Gelegenheiten für Begegnung und Austausch zwischen Kindern und Menschen mit Beeinträchtigung.

Auch das tiergestützte Angebot machte noch einmal deutlich, worum es in der Kooperation geht. Die Kinder erfuhren etwas über Hund Kani und die Hunderasse Havaneser. Gleichzeitig bot der Nachmittag Raum, einander kennenzulernen. „Die Kinder haben an diesem Nachmittag erlebt, wie leicht Begegnung sein kann. Kani hat geholfen, ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und ohne große Schwelle aufeinander zuzugehen“, sagt Andrea Leding, Erzieherin im offenen Ganztag.