Im Wittekindshof ist E-Mobilität angekommen

Bad Oeynhausen /Kreis Minden-Lübbecke (AM). "Der Wittekindshof setzt sich für Teilhabe in jedem Lebensalter ein. Mobilität hat eine zentrale Bedeutung, damit Menschen mit Behinderung am Leben der Gesellschaft teilnehmen können. Ohne Auto läuft im ländlichen Raum oft nichts", erklärt Reiner Breder, der als einer von fünf Ressortleiter in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof Verantwortung trägt. Für Fahrten zu Ärzten und Therapeuten, zum Einkaufen und für viele Freizeitaktivitäten stehen deswegen im Wittekindshof ebenso wie für Mitarbeiterteams, die mobil unterwegs sind, Dienstwagen zur Verfügung.

Wittekindshofer Kfz-Werkstatt bietet Reparatur und Wartung

Seit kurzem gehören dazu auch zwei elektrisch angetriebene Kleinwagen: "Wir werden E-Mobilität ausweiten, wenn es sich in der Praxis bewährt und die finanziellen Prognosen sich bestätigen. In der <link record:dce_services:tt_content:2301 rte-internal>Kfz-Werkstatt hat das Zeitalter der E-Mobilität schon angefangen. Wir sind zertifiziert, können und dürfen die Wartung und Reparatur von E-Autos anbieten", erklärte Geschäftsbereichsleiter Bernd Wlotkowski, der unter anderem für die Kfz-Werkstatt der Wittekindshofer Werkstätten, Fahrdienst und Logistik verantwortlich ist, die wie andere Wittekindshofer Betriebe Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung anbieten.

Mit dem E-Autos unterwegs

Diakon Burkhard Hielscher fährt privat schon seit längerer Zeit E-Auto und hat sich für E-Mobilität im Wittekindshof eingesetzt. "Für mich ist das neue E-Auto ideal. Die Ladestation ist in Espelkamp nur wenige Schritte vom Büro entfernt. Solange ich arbeite, lädt das Auto", berichtet Hielscher, der aber längst nicht jeden Tag zur Stromtankstelle muss, weil der Wagen bis zu 300 Kilometern Reichweite hat und auch jetzt im Winter, wenn wegen Kälte viel Heizung und Gebläse und damit zusätzliche Energie benötigt werden, noch weit über 200 Kilometer schafft.

Peter Neuschütz, der in Rahden in der eigenen Wohnung lebt und Ambulant Unterstütztes Wohnen für Menschen mit Behinderung nutzt, war einer der ersten Mitfahrer in einem E-Auto. "Das fährt gut und wir waren auch richtig schnell, aber E-Autos sind tödlich leise, da muss man als Fußgänger aufpassen", erklärt Neuschütz und erfährt von Marcus Lichtenberg, dem Leiter der Wittekindshofer Kfz-Werkstatt, dass bei niedrigeren Geschwindigkeiten künstliche Minimalgeräusche als Warnung installiert werden. Der Kfz-Technik-Meister hat mit seinem Team die ersten E-Autos externen Kunden repariert und freut sich, dass die Zeit des Zögerns langsam vorbei ist: "Es gab Vorbehalten, gegenüber dem ersten E-Auto in unserem Fahrzeugpool, aber es spricht sich immer mehr herum, dass es eigentlich gar keine Umstellung ist für alle die Automatik-Getriebe gewöhnt sind."