"Die Anzahl der stationären Wohnangebote auf dem Wittekindshofer Gründungsgelände ist unserer langfristigen Strategie entsprechend seit der Jahrtausendwende mehr als halbiert worden. Ehemalige Wohnhäuser haben wir umgebaut, zwei neue Häuser für Kinder und Jugendlichem gebaut. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt und reißen sechs Gebäude und die alte Korbflechterei an der Volmerdingsener Straße ab", erklärt der Wittekindshofer Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke. Vorarbeiten werden seit wenigen Tagen erledigt. "Wir reißen die Häuser samt Keller ab und verfüllen mit geschredderten Steinen. Die Grundstücke werden mit Mutterboden ausgestattet und mit Rasen gestaltet oder als Parkflächen hergerichtet", berichtet Bauprojektmanagerin Alexandra Klemme, die den Abriss zusammen mit Architekt Karsten Brameier koordiniert.
Abrisspläne
Bis Mitte Juni sollen das ehemalige Wohnhaus Ravensberg sowie die zuletzt vom ärztlichen Dienst genutzte Kreuzhilfe direkt neben der Verwaltung und das Marie-Schmalenbach-Haus gegenüber der Erlöserkirche verschwinden. Nach dem Jahresfestival folgen die ehemaligen Wohnhäuser Sonnenkamp und Waldfrieden sowie das Haus Sonne an der Kreuzung Langenhagen/Pfarrer-Krekeler-Straße, in dem jahrzehntelang Mitarbeiterfamilien gewohnt haben. In den Sommerferien ist vorgesehen, die alten Korbflechterei abzureißen, um Platz zu schaffen, für ein neues Gebäude für die benachbarte Kindertagesstätte Sternschnuppe. "Die Planungen für den Kita-Neubau machen Fortschritte. Ziel ist es, den Neubau 2019 fertig zu stellen", kündigt Starnitzke an.
Voraussetzungen für Veränderungen
"Der Wittekindshof hat für die Abriss-Gebäude keine weitere Nutzung. Der Entschluss zum Abriss ist schon vor längerer Zeit gefallen. Wir haben die Arbeiten aufgeschoben, weil zwei Häuser als Flüchtlingsunterkunft sinnvoll genutzt werden konnten. Jetzt wollen wir die Voraussetzungen für Weiterentwicklung schaffen", erklärt der Kaufmännische Vorstand Marco Mohrmann und weist auf den "Masterplan Sozialraumentwicklung Wittekindshof", der Ende 2012 als grobe Entwicklungsplanung für das Wittekindshofer Gründungsgelände vorgelegt wurde. "Wir halten an der Idee fest, dass die Fläche der Häuser Sonnenkamp, Waldfrieden und Ravensberg zukünftig für privaten Wohnraum genutzt werden sollen. Die Lage am Südhang des Wiehengebirges ist ideal für das Wohnen geeignet und der Stadtteil Volmerdingsen bietet mit dörflichem Charakter eine sehr gut Infrastruktur mit mehreren Haus-, Zahnarzt- und Therapiepraxen, Supermarkt, Bank und Sparkasse, weiteren Geschäften, Grund- und Förderschule sowie Berufskolleg, das bis zum Abitur führt" erklärt Mohrmann. Außer Flächen für privaten Wohnraum werden durch die Abrissarbeiten aber auch weitere Parkflächen geschaffen.
Kanal- und Straßensanierung
Jetzt sind die Kanal- und Straßenbauarbeiten auf der Pfarrer-Krekeler-Straße und dem Langenhagen dringend notwendig. Damit alle Baugruben vor dem Winter wieder geschlossen sind, müssen wir im August mit der Sanierung der Kanäle und Straßen beginnen. Damit die schweren Baufahrzeuge die neuen Straßen nicht wieder beschädigen, sollen die Abrissarbeiten bis August abgeschlossen sein", betont Mohrmann.
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung: "Wandel im Wittekindshof - jetzt verschwinden sieben Häuser".