Bad Oeynhausen/ Bad Salzuflen (AM). Frank Depping aus Bad Salzuflen feiert am Samstag, 12. Mai, sein 40-jähriges Dienstjubiläum in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen. Als gelernter Koch und Küchenmeister hat er 28 Jahre lang dafür gesorgt, dass täglich hunderte Menschen pünktlich ihr Mittagessen bekommen haben: erst als Küchenleiter im Krankenhaus Bad Sazuflen, später im Wittekindshof. Er hat grundlegende organisatorische Veränderungen umgesetzt, um aus vier Wittekindshofer Küchen in Löhne-Ulenburg, Espelkamp-Benkhausen und zwei Küchen auf dem Gründungsgelände in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen eine Zentralküche mit entsprechender Logistik aufzubauen, die eine tägliche pünktliche Essenauslieferung im Umkreis von 50 Kilometern sichergestellt.
Später ist der Jubilar auf eigenen Wunsch zunächst ins Berufsbildungswerk Wittekindshof gewechselt und hat in der damaligen Cafeteria Beiköche ausgebildet. Danach war er als Teamleitung im Bereich Hauswirtschaft in den Wittekindshofer Werkstätten tätig. Jetzt ist er Gruppenleiter in der Betriebsstätte Langenhagen, in der Menschen mit geistiger Behinderung, psychischer Erkrankung und stark herausforderndem Verhalten erste Schritte ins Arbeitsleben erproben. Gerichtliche Auflagen aus Strafverfahren müssen dabei ebenso berücksichtigt werden, wie die Tagesform der einzelnen Mitarbeitenden, die einem gewissen Produktionsdruck durchaus gewachsenen sind, wenn sie bei Bedarf einen Einzelarbeitsplatz und intensive individuelle Unterstützung erhalten. Um den Anforderungen dieses Arbeitsfeldes gerecht zu werden, hat Frank Depping im Alter von 50 Jahren noch einmal die Schulbank gedrückt und die Heilerziehungshilfeausbildung kombiniert mit dem Abschluss als Geprüfte Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung (GeFAB) absolviert.
Der Jubilar schätzt insgesamt die Vielfältigkeit der Wittekindshofer Arbeitsfelder, aber auch die Abwechslung an seinem Arbeitsbereich, in dem für Auftraggeber aus Industrie und Handwerk ebenso gearbeitet wird, wie für die neue Wittekindshofer Manufructur, die im kleinen Rahmen auch Backwaren und Honig sowie Obst und Gemüse produziert, auch um sie für Marmeladen und Chutneys weiter zu verarbeiten. „Die Arbeit ist immer abwechslungsreich und spannend. In jedem Augenblick kann sich eine Situation plötzlich verändern. Das muss man erkennen und entflechten“, berichtet der Jubilar, der es genießt, dass er jetzt in einer Fünf-Tage-Woche ohne Wochenenddienste arbeitet, was in der Großküche früher nicht möglich war. In seiner Freizeit ist der Vater von drei Kinder und einem Enkelkind gerne mit dem Wohnwagen, seiner Ehefrau und dem Hund unterwegs.