Mit Blick auf das Veranstaltungsmotto „Wie Technologie Selbstbestimmung stärkt“ unterstrich Mohrmann, wie sehr Digitalisierung und assistive Technologien neue Wege zu mehr Selbstbestimmung und Teilhabe eröffnen – gerade für Menschen mit Beeinträchtigung. „Berufliche Bildung ohne digitale Kompetenzen ist heute nicht mehr zeitgemäß. Technologie ist kein Ersatz für sinnstiftende Arbeit, sondern ein Werkzeug, um sie möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.“
Mohrmann machte deutlich, dass Selbstbestimmung durch Technologie nur im Zusammenspiel von technischer Kompetenz, ethischer Orientierung und sozialer Praxis gelinge. Es brauche Menschen, die begleiten, erklären und gemeinsam neue Wege gingen. Besonders im Bereich der Kommunikation zeige sich, wie sehr Technik zu mehr Selbstbestimmung beitragen könne: „Jeder und jede hat das Recht darauf, verstanden zu werden und sich verständlich machen zu können. Aber fast jeder zweite Mensch mit Beeinträchtigung, der bei uns lebt oder arbeitet, braucht eine Form der Unterstützten Kommunikation.“
Noch immer sei Kommunikation eine Barriere für viele Menschen mit Beeinträchtigung, auch im Wittekindshof. Mohrmann betonte, dass die Stiftung sich dieser Herausforderung stelle und sich als aktiver Gestalter dieser Zukunft sehe: „Wir verbinden Innovation und Menschlichkeit, gemeinsam mit Mitarbeitenden, Partner*innen und vor allem den Menschen, für die wir da sind – für echte Teilhabe und Selbstbestimmung für alle.“