Was bewirken Spenden ganz konkret für Menschen mit Beeinträchtigung? Und wie kann sich das historische Gelände – einst als abgeschlossene Sonderwelt wahrgenommen – zu einem offenen, integrierten Quartier mit attraktiven Angeboten für Wohnen, Arbeiten und Verwaltung entwickeln? Um diese Fragen ging es beim ersten „Walk & Talk“ mit Pfarrer Marian Zachow. Spender*innen und Fördernde des Wittekindshofs trafen sich zu einem persönlichen Austausch mit dem theologischen Vorstand. Dabei wurde während eines Rundgangs das Gründungsgelände erlebbar.
Seit der Gründung 1887 lebt der Wittekindshof von Engagement und Unterstützung, durch Spenden, Kollekten, Fördermittel und Erbschaften. Viele dieser Beiträge haben sichtbare Spuren hinterlassen, und genau diese wurden vor Ort anschaulich. Statt langer Vorträge stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt, zuletzt bei einer Tasse Kaffee und Kuchen im Alten Haus des Wittekindshofs.
„Wir sind überaus dankbar, dass es so viele Menschen gibt, die zum Teil seit Jahrzehnten den Wittekindshof in all seinen Regionen mit Rat und Tat, Unterstützung und Solidarität und auch mit großen und kleinen Spenden unterstützen“, betont Marian Zachow. „Freunde und Förderer sind damit Teil einer Strategie, die den einst als Sonderwelt wahrgenommenen Campus zu einem integrativen Quartier macht.“
Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn: Für das Gründungsgelände entstehen neue Ideen für eine inklusive Nutzung. Der Bau des Gesundheitszentrums am Eingang markiert dabei einen wichtigen Schritt hin zu mehr Offenheit und Vernetzung. „Wir wollen offen und transparent einbeziehen, was auf dem Gelände läuft. Der Versuch, den Campus zum attraktiven Standort für Wohnen, Büros und Verwaltung zu machen, steht dabei im Mittelpunkt", erklärt Zachow.
Als Zeichen des Dankes möchte der Wittekindshof seinen Freund*innen und Fördernden künftig regelmäßig Einblicke in die Arbeit und Planungen geben. „Unser Ziel ist es, uns noch stärker mit der Zivilgesellschaft zu vernetzen und unsere Entwicklungen transparent und lebendig zu kommunizieren", so der theologische Vorstand.
Der Auftakt ist gemacht: Weitere „Walk & Talk"-Formate sind bereits in Planung – in Bad Oeynhausen und in Gronau.