Gronau (AM). "Kommunikation ist eine große Barriere im Alltag. Wenn ein Mensch nicht mitteilen kann, was ihn bewegt oder was er für seinen Arbeitsauftrag noch wissen muss, führt das zu Aggressionen", berichtet Annette Kasprowiak vom Sozialen Dienst der Wittekindshofer Werkstätten Gronau. Sie freute sich deswegen besonders, dass durch eine Spende aus Gronau in Höhe von 3.000 Euro Tabletts mit passenden Programmen zur Kommunikationsunterstützung angeschafft werden konnten: "Die Tabletts sind durch Symbole leicht bedienbar auch für Menschen, die nicht lesen und schreiben können. Sie werden als Sprachcomputer eingesetzt, schaffen Verständigung und vermeiden Aggressionen."
Durch die Spende kann Kasprowiak weiteren Mitarbeitenden die Kommunikationshilfen anbieten. "Der Bedarf ist groß, weil bei uns viele Menschen tätig sind, die keine Worte für das haben, was sie zu sagen haben. Kommunikation eine Schlüsselqualifikation nicht nur im Arbeitsleben, deswegen haben einige Mitarbeitende auch über ihre Krankenkasse Sprachcomputer finanziert bekommen. Aber das Antragsverfahren ist aufwendig und langwierig. Durch die Spenden können wir ab sofort Kommunikation ermöglichen gerade für die Menschen, die keine Angehörigen haben, die ihnen ein Tablet finanzieren", freut sich Kasprowiak.
In den Wittekindshofer Werkstätten Gronau wird der Umgang mit Tablets systematisch geschult. Kasprowiak beobachtet immer wieder, dass moderne Technik auch eine große Motivationsquelle ist. "Ein Arbeitsauftrag auf einem Zettel ist etwas ganz anderes als auf dem Tablet. Mit modernder Technik macht die Arbeit und das Lernen noch einmal so viel Spaß und Spaß am Arbeitsplatz gehört in den Wittekindshofer Werkstätten auch zum Alltag!"