Madita strahlt vor Freude, wenn ihr Bruder Jonas auf dem Dino-Rad Gas gibt und schwungvoll in die Kurve fährt. Doch heute hat die Achtjährige, die im Haus Hannover der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen wohnt, noch einen weiteren Grund zur Freude. Ihr Bruder Jonas hat nämlich ein besonderes Geschenk mitgebracht: 365 Euro hat er gemeinsam mit seiner Konfirmandengruppe der Evangelischen Martins-Gemeinde Hohnhorst für Madita und die die anderen Kinder und Jugendlichen des Wittekindshofer Wohnhauses gesammelt.
Bruder schlägt Spendenzweck vor
Jedes Jahr wird den Konfirmanden der Martins-Gemeinde vorgeschlagen, etwas von ihrem Konfirmationsgeld für soziale Projekte zu spenden. "Als wir Vorschläge für Spendenprojekte gesammelt haben, habe ich Maditas Wohnhaus hier vorgeschlagen", erklärt Jonas. Seine kleine Schwester wohnt seit August 2016 zusammen mit sechs anderen Mädchen und Jungen im Haus Hannover im Wittekindshofer Kinder- und Jugendbereich. Jonas berichtete den anderen Konfirmanden, was der Wittekindshof macht und dass seine Schwester dort lebt. "Wir haben abgestimmt, an welche Projekte Geld gehen soll und der Wittekindshof war unter den Top 3. Darum haben wir heute den großen Spendenscheck mit", erklärt Jonas, der als Unterstützung Konfirmand Fabian mit nach Bad Oeynhausen gebracht hat. Doch nicht nur von ihrem Konfirmationsgeld haben die Jugendlichen einen Teil abgegeben, auch einen Teil der Kollekte im Abendmahlsgottesdienst am Tag vor ihrer Konfirmation haben sie für das Haus Hannover gesammelt.
Von dem Geld wird ein Ausflug unternommen
"Ich finde das Engagement der Jugendlichen besonders lobenswert. Es zeugt von wahrer Nächstenliebe", lobt der Hohnhorster Pastor Jürgen Wiegel die 31-köpfige Konfirmandengruppe. Auch Maditas und Jonas Mutter Kathrin Wille ist gerührt: "Ich bin stolz auf meinen Sohn, freue mich, dass er bei der Spendenaktion an seine Schwester gedacht hat und dass die anderen Kinder die Idee unterstützt haben." Von dem Geld werden die Jungen und Mädchen des Hauses Hannover mit einer Nachbarwohngruppe einen Ausflug unternehmen. "Von einer gemeinsam Aktion profitieren alle Kinder", sagt Mitarbeiterin Stefanie Stork, die sich im Namen der Kinder herzlich bei den jungen Spendern und Kollektengebern bedankt.