Lasershow, kleiner Engel und große Musikvielfalt

Bad Oeynhausen/ Porta Westfalica (AM). Es war das neunte Weihnachtskonzert des Volmser Blechreizes in der Wittekindshofer Erlöserkirche. Auch in diesem Jahr hatten sich die Musiker und das Team um Andreas Jürgensmeyer viel Neues einfallen lassen. Der Volmser Blechreiz spielte wieder in Big Band Besetzung mit Musikern aus Bielefeld, Bünde und Minden, die sonst in Rock- und Latinbands ihre musikalische Heimat haben. Stundenlang hatte das Technik-Team unzählige Scheinwerfer und Lichteffekte in der Kirche installiert und per Computer eine aufwendige Lasershow programmiert. Der 10-jährige Elias steuert sie bereits zum dritten Mal souverän an den Reglern. Die Big Band begeisterte vom ersten Stück an und bewies einmal mehr, dass Musik ganz unterschiedliche Menschen zusammenführen kann.

Inklusives Publikum und große Porgrammvielfalt

Zum Konzert waren über 300 Gäste vom Grundschulkind bis zum Senior sowohl aus den Wittekindshofer Wohnhäusern als auch aus den umliegenden Dörfern und Städten gekom-men. Nach einem kleinen Auftritt im letzten Jahr, trat der inklusive Chor „Nordumgebung“ aus dem Wittekindshofer Berufsbildungswerk erstmals in großer Besetzung auf. Die Anspan-nung war den jungen Sängerinnen und Sängern anzumerken, aber legte sich spätestens als sie nach ihrem ersten Lied viel Applaus und Zugaberufe erhalten haben. Insgesamt boten die Mu-siker eine große Vielfalt aus Jazz, Rock, Soul, Ballettsuiten und hatten Musicalmelodien und Balladen aufgegriffen. Bei schwungvollen Stücken klatsche das Publikum den Rhythmus mit und ließ sich von der Freunde der Musiker an der Musik anstecken. Umso bemerkenswerter war es, wie ruhig das engagierte und aktive Publikum bei der Geschichte war, die Ulrich Rie-be vom Espelkamper-Schauspiel-Ensembles vorgelesen hat.

Kleiner Engel ganz groß

Für Spannung sorgte ein kleiner Engel, der mehrfach im Konzertablauf dem Publikum freund-lich zuwinkte, aber jedes Mal wieder verschwunden war, wenn Andreas Jürgensmeyer, der durch das Programm führte, sich zu dem Engel umdrehte. Am Ende trafen die beiden sich dann doch noch und Jürgensmeyer stellte die siebenjährige Jette aus Porta Westfalica auf den Stuhl, der vor der Big Band stand. Spätestens jetzt kam der kleine Engel ganz groß raus. Bei den letzten Lieder und der Zugabe stand Jette als strahlender Engel neben ihrer Mutter zwi-schen den Saxophonistinnen und bereicherte die Big Band mit Klangstäben. Zum Abschluss gab es am Ausgang für alle die schon traditionellen Nikolaustüten der Firma Porta Möbel, die Firmengründer Herrmann Gärtner vor Jahren persönlich initiiert hatte.