Wittekindshof

Mit Herzblut geführt, mit Weitblick übernommenPräses Adelheid Ruck-Schröder führt neuen Stiftungsratsvorsitzenden des Wittekindshofs ein – Kronenkreuz für Andreas Huneke

Mit einem festlichen Gottesdienst in der Erlöserkirche in Bad Oeynhausen ist Superintendent i.R. Andreas Huneke nach 15 Jahren als Vorsitzender des Stiftungsrats der Diakonischen Stiftung Wittekindshof feierlich entpflichtet worden. Gleichzeitig wurde Superintendent Dr. Olaf Reinmuth aus dem Kirchenkreis Herford als neuer Vorsitzender offiziell in sein Amt eingeführt. 

Die Einführung und Entpflichtung nahm Präses Dr. Adelheid Ruck-Schröder, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, persönlich vor. Für die Präses war es der erste Besuch im Wittekindshof seit ihrem Amtsantritt im vergangenen Jahr. Sie nutzte die Gelegenheit, die Stiftung kennenzulernen und mit Mitarbeitenden, Klientinnen und Klienten ins Gespräch zu kommen.

Andreas Huneke hat sein Amt mit Engagement und Herzblut erfüllt und eine Grundlage geschaffen, dass der Wittekindshof sich weiterentwickeln kann

Präses Adelheid Ruck-Schröder

In ihrer Ansprache würdigte Adelheid Ruck-Schröder das Wirken von Andreas Huneke als „einen reformerisch denkenden Mann, der den Wittekindshof mit großem Engagement geprägt hat“. Unter seiner Leitung habe der Stiftungsrat die Transformation der diakonischen Einrichtung entscheidend begleitet. „Andreas Huneke hat seine Expertise als Diakonie-Manager eingebracht und gemeinsam mit dem Stiftungsrat eine neue Organisationsstruktur auf den Weg gebracht.“ 

Unter seinem Vorsitz habe die Stiftung das Leitbild mit breiter Beteiligung der Mitarbeitenden eingeführt, das dezentrale Wohnen aufgebaut und die Zusammenarbeit im Stiftungsrat gestärkt. Auch in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie oder während des Ermittlungsverfahrens habe Huneke sich den Herausforderungen gestellt und Verantwortung übernommen. „Er hat sein Amt mit Engagement und Herzblut erfüllt und eine Grundlage geschaffen, dass der Wittekindshof sich weiterentwickeln kann“, sagte die Präses.

Pfarrer Marian Zachow, Theologischer Vorstand des Wittekindshofs, dankte Andreas Huneke für sein Wirken und seine Haltung in herausfordernden Jahren. „Sie haben den Vorstand stets mit Klarheit, Vertrauen und Weitblick begleitet. Ihre Bereitschaft, Entwicklungen anzustoßen und Verantwortung zu übernehmen, hat die Stiftung nachhaltig geprägt“, sagte Marian Zachow.

Nach der Entpflichtung übernahm Adelheid Ruck-Schröder die Einführung von Dr. Olaf Reinmuth, der seit 2020 Superintendent des Kirchenkreises Herford ist. Sie beschrieb ihn als „hervorragenden theologischen Kopf, der Kirche und Diakonie strategisch denkt und sich den Fragen der Zeit mit großer Ernsthaftigkeit stellt“. Olaf Reinmuth sei kein Unbekannter im Wittekindshof, betonte sie, denn er habe bereits an der Diakonenschule unterrichtet und die Arbeit der Stiftung über viele Jahre begleitet.

Olaf Reinmuth ist ein hervorragenden theologischer Kopf, der Kirche und Diakonie strategisch denkt und sich den Fragen der Zeit mit großer Ernsthaftigkeit stellt.

Präses Adelheid Ruck-Schröder

Verleihung des Kronenkreuzes

Ein Höhepunkt des Empfangs war die Verleihung des Goldenen Kronenkreuzes der Diakonie an Andreas Huneke. Die Auszeichnung wurde ihm für sein jahrzehntelanges Engagement in Kirche und Diakonie verliehen. Die Laudatio hielt Kerstin Hensel, Vorständin des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Vlotho.

„Für dich war Diakonie kein ‚Kann‘, sondern ein ‚Muss‘. Du hast sie als unverzichtbaren Teil der Kirche verstanden. Für dich war Diakonie kein Anhängsel der Kirche, sondern ihr Herzstück. Die Zusammenarbeit mit Dir war nie schwer – im Gegenteil. Sie war geprägt von Offenheit, Klarheit und einer guten Portion Humor. Du warst ein verlässlicher Anwalt der Diakonie. Ich danke dir!“, sagte Kerstin Hensel.

Andreas Huneke zeigte sich tief bewegt über die Auszeichnung. „Ich bin sehr gerührt angesichts dieser Ehre und der Freundlichkeit, die mir heute entgegengebracht wurde. Mein Dank gilt allen, die in den vergangenen Jahren mit mir Verantwortung getragen haben – dem Stiftungsrat, dem Kuratorium und dem Vorstand. Ein Vorsitzender ist nichts ohne Menschen, die mit ihm gemeinsam arbeiten und Entwicklungen voranbringen. Wenn ich zurückgucke auf die letzten 15 Jahre, sehe ich Entwicklung. Es war mir eine Ehre und Freude, daran mitzuwirken. Ich wünsche allen weiterhin fröhliches Voranschreiten. Guckt auf Augenhöhe, was zu tun ist“, schloss Andreas Huneke.

Kleiner Ausflug im Golkart

Für die Präses Dr. Adelheid Ruck-Schröder (vorne) war es der erste Besuch im Wittekindshof. Sie nutzte die Gelegenheit, die Diakonische Stiftung kennenzulernen und drehte gemeinsam mit Landeskirchenrat Arne Kupke (von links), Vorstand Marian Zachow sowie der Regionalgeschäftsführerin Angelika Heudtlaß und ihrem Stellvertreter Daniel Rüter auf dem Golfmobil eine Runde über das Gründungsgelände.

Das macht der Stiftungsrat

Der Stiftungsrat der Diakonischen Stiftung Wittekindshof besteht aus sieben bis neun ehrenamtlichen Mitgliedern. Er berät, begleitet und überwacht den Vorstand in allen wichtigen Angelegenheiten der Stiftung. Gemeinsam mit dem Kuratorium trägt der Stiftungsrat Verantwortung für die strategische Ausrichtung und die Weiterentwicklung. 

Mit der Einführung von Dr. Olaf Reinmuth als neuem Vorsitzenden hat sich das Gremium zugleich personell verändert: Neu in den Stiftungsrat berufen wurden Dr. Kathrin Römisch, Patrick Hundt und Christina Weng. 

Dr. Kathrin Römisch ist Professorin für Heilpädagogik und Inklusion an der Evangelischen Hochschule in Bochum und stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrats. 

Patrick Hundt leitet den Fachbereich Soziales der Kreisverwaltung Recklinghausen. 

Christina Weng ist SPD-Abgeordnete des Landtages Nordrhein-Westfalen. 

Marian Zachow dankte den neuen Mitgliedern ausdrücklich für ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen: „Mit ihrer fachlichen Kompetenz und ihrem persönlichen Engagement bringen Sie wertvolle Perspektiven in die Arbeit des Stiftungsrats ein.“