Neu und dynamisch: Katharina Säger

Sie ist mit 31 Jahren die jüngste Geschäftsbereichsleiterin im Wittekindshof und das neue Gesicht der Therapeutischen Dienste: Katharina Säger. Als Nachfolgerin von Malu Fels, die in den Ruhestand verabschiedet wurde, hat sich die gelernte Physiotherapeutin und gebürtige Bad Oeynhausenerin einen Herzenswunsch erfüllen können. Sie darf endlich wieder in ihrer Heimat arbeiten.

Plötzlich überall bekannte Gesichter

Nach Ausbildung, Studium und ersten Anstellungen hat Katharina Säger zuletzt sieben Jahre lang in einer Reha-Klinik in Bad Eilsen gearbeitet. Nun wieder in ihrer Heimatstadt tätig zu sein, hat für die junge Geschäftsbereichsleiterin, die innerhalb des Wittekindshofes 65 Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen und an unterschiedlichen Orten verantwortet, gleich mehrere Vorteile: Neben dem kurzen Arbeitsweg und der Nähe zu Familie und Freunden laufen ihr bei der Arbeit plötzlich bekannte Gesichter über den Weg, die sie seit Jahren nicht gesehen hat. "Es gibt sicher auch Menschen, die das nicht mögen, ständig Leuten zu begegnen, die man aus seiner Kindheit oder der Schulzeit kennt", sagt Säger. Aber sie selbst mache das glücklich. "Ich bin mit dem Wittekindshof aufgewachsen, ich genieße es richtig, dass ich so viele Leute kenne, dass man sich grüßt und die Menschen hier aufeinander achtgeben. Das ist richtig familiär und fühlt sich an, als sei man angekommen."

"Physiotherapeuten sind die, auf die man sich freut"

Die Frage, warum sie sich für die Physiotherapie entschieden habe, beantwortet die 31-Jährige zunächst mit einem lauten Lachen und dann kurz und prägnant. "Physiotherapeuten sind die, auf die man sich im Krankenhaus am meisten freut." Sie habe diese Erfahrung selbst nach einer Knie-OP gemacht, danach sei ihr die Entscheidung leicht gefallen. Bereut hat sie das bis heute nicht, auch weil Physiotherapeuten eine ganze besondere Art hätten, Probleme anzugehen. "Wir betrachten den Menschen als Ganzes und seine Probleme, die er mitbringt, im Kontext." Um die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wieder herzustellen, würden alle Faktoren miteinbezogen und die Arbeit verlaufe von Beginn an interdisziplinär.

Präsenz als Signal

Neu sind für Säger im Wittekindshof die Themenbereiche Autismus-Ambulanz und Frühförderung. "Ich finde mich nach und nach ein, lerne alles kennen und versuche, präsent zu sein, um von Anfang an zu signalisieren, dass man jederzeit gerne zu mir kommen kann." Ihre Erfahrung habe gezeigt, dass dieses Signal wesentlich dazu beitrage, dass Menschen sich an ihrem Arbeitsplatz gut aufgehoben fühlen. "Dadurch stehen wir alle stärker hinter dem, was wir tun. Und genau darum geht es mir."