Das Diakonische Werk Gladbeck-Bottrop-Dorsten baut ein neues Haus in Bottrop-Boy. Ab August nutzt die Selbstbestimmt Leben gGmbH (SeLe) den Neubau als Wohnhaus für Menschen mit Behinderung. Der Neubau für 24 Frauen und Männer mit Behinderung ist das zweite Wohnangebot in Bottrop der Selbstbestimmt Leben gGmbH (SeLe), der gemeinsamen Tochtergesellschaft des örtlichen Diakonischen Werkes und des Wittekindshofes. Einziehen werden Frauen und Männer mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Das barrierefreie Wohnhaus mit 24 Einzelzimmern, die zum Teil eine vergrößerte Grundfläche für Menschen mit Rollstuhl haben, bietet sich vor allem auch für Menschen mit komplexer Behinderung und hohem Pflegebedarf aus Bottrop und Umgebung an. Der Neubau ermöglicht darüber hinaus die Rückkehr von Menschen mit Behinderung nach Bottrop, die zurzeit in weiter entfernten Einrichtungen leben.
Diakoniepfarrer ist Namensgeber
Wie schon das erste Wohnangebot der Sele, das Hans-Reitze-Haus, wird auch der Neubau in der Robert-Brenner-Straße nach einem bekannten Bottroper Diakoniepfarrer benannt: Hermann-Schneider-Haus. Der gebürtige Siegerländer verstarb im April 2016 in Bottrop. Hermann Schneider verantwortete von 1985 bis zu seiner Pensionierung 1998 als Diakoniepfarrer des Evangelischen Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten sowie als Vorstand des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises die diakonische Arbeit der evangelischen Kirche in dieser Region.
In diesen Jahren hat er mit der Errichtung des Dorothea-Buck-Hauses, des Ernst-Wilm-Hauses, dem Aufbau von Werkhäusern für Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie der Umgestaltung des Rotthoffs Hofes zu einer ökologisch-landwirtschaftlichen Betriebsstätte der Bottroper Werkstätten maßgeblich den lokalen Bezug in der Eingliederungshilfe des Diakonischen Werkes in Bottrop weiterentwickelt.
Wohnortnahe Angebote für Menschen mit Behinderung
"Die gemeinsame Gesellschaft der Diakonischen Stiftung Wittekindshof und unserem Diakonischen Werk steht mit ihren Angeboten für Selbstbestimmung und Orientierung an den individuellen Bedürfnissen der Menschen mit Behinderung. Das bedeutet auch, den betroffenen Menschen jeweils eine möglichst wohnortnahe Unterstützung anzubieten. Diesem Ziel war der Bottroper Diakoniepfarrer Hermann Schneider in seinem Wirken stets verbunden. Auch dank seines Einsatzes finden Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung seit über 30 Jahren in ihrer Heimatstadt Bottrop ein Zuhause und Arbeit", betont Klaus Schmitz, einer der zwei Geschäftsführer der SeLe gGmbH.