Umzüge gehören in den Wittekindshofer Wohnbereichen zum Alltag. Menschen entwickeln sich, möchten mit einem Lebenspartner zusammen wohnen oder in einer eigenen Wohnung leben. Andere brauchen aufgrund altersbedingter Einschränkungen oder Erkrankungen eine barrierefreie Wohnung oder mehr Unterstützung.
Die Wohngruppe B 1 im Haus Bethanien in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen muss wegen Renovierungsarbeiten vorübergehend umziehen. Sie bekommen einen neuen Fußboden. Die 15 Bewohnerinnen und Bewohner im Alter zwischen 25 und 80 Jahren sind auf umfassende spezialisierte Pflege und zum Teil auf Dauerbeatmung oder Atemunterstützung angewiesen. Ähnlich wie im Krankenhaus auf der Intensivstation gibt es in der Wohngruppe Sauerstoffanschlüsse in der Wand. Für die Zeit der Renovierungsarbeiten mussten Sauerstoffkonzentratoren organisiert werden.
Aber auch ein Teleskoplader wurde für den Umzug in das benachbarte Marthahaus gemietet. Der Aufzug ist zu klein für die großen Pflegebetten. Der Teleskoplader hat die Betten über die außenliegende Rettungstreppe einschweben lassen. In Haus Bethanien ist das anders. Im Anbau ist so viel Platz, dass auch Menschen, die nicht aufstehen können, Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft erleben. Sie können im Bett liegen bleiben und trotzdem in den Tagesraum geschoben werden. Auch im Aufzug ist genug Platz - auch für Pflegebetten mit individueller Zusatzausstattung. Für vier Wochen ist es für die Bewohner etwas enger. Ein bisschen fühlt sich der vorrübergehende Umzug ins Marthahaus wie eine Urlaubsreise an.