Diakon Michael Rahmöller aus Hüllhorst hat 25-jähriges Dienstjubiläum im Wittekindshof in Bad Oeynhausen gefeiert. Der Diakon, Erzieher und studierte Sozialpädagoge hat viele Jahre in einem Wohnhaus für Kinder und Jugendliche mit herausforderndem Verhalten gearbeitet. Zusammen mit Kollegen hat der Jubilar einerseits verlässliche Strukturen geschaffen, um den Kindern und Jugendlichen viel Sicherheit zu bieten. Andererseits durch Freizeitaktivitäten und jährliche Urlaubsfahrten auch ein abwechslungsreiches Tages- und Jahresprogramm gestaltet und damit verbundene Lern- und Entwicklungschancen eröffnet.
Tiere schaffen Zugänge zu Menschen
Besonders beliebt waren Angebote mit Tieren und Balu, dem Pferd des Kinder- und Jugendbereiches. Da Tiere auch Zugänge zu Menschen geschaffen haben, die die Nähe von Menschen nur schwer zulassen können, hat Michael Rahmöller ab 1999 eine zweijährige berufsbegleitende Ausbildung beim Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten absolviert. Gleichzeitig hat er zusammen mit einer Kollegin nach Wegen gesucht, um die Arbeit mit Pferden im Rahmen der tiergestützten Pädagogik im Wittekindshof zu etablieren.
Ideen umgesetzt
„Einfach war es nicht, ein neues Angebot zu schaffen. Die heilpädagogische Arbeit mit Pferden wurde damals und wird heute nicht von Krankenkassen finanziert und ist auf Spenden und Förderer angewiesen. Trotzdem hat sich der Einsatz gelohnt“, erinnert sich Rahmöller, der seit 1. August 2001 beim Therapeutischen Reiten Wittekindshof arbeitet und das Angebot rund um das Pferd kontinuierlich weiter entwickelt hat.
In seiner Freizeit sattelt sich Rahmöller auch gerne selbst ein Pferd, um zu reiten, findet aber auch Entspannung beim Ski- oder Radfahren und hat gerade einen Jagdschein gemacht.