Obwohl doppelt so viele Menschen wie sonst üblich im Musikraum sind, waren die Kinder und Jugendlichen mucksmäuschenstill. Klassische Musik steht sonst wohl kaum auf ihrer Hitliste. Jetzt fasziniert sie. Sie hören Tänze und Werke, in denen Tiere versteckt sind. Holger Zabel (Fagott), Johannes Hofmann (Klarinette), Hannah Mörchen (Oboe) und Vera Lang (Flöte) der Nordwestdeutschen (NWD) Philharmonie spielen in der Schule Wittekindshof und stellen ihre Instrumente vor.
Anschauliche Instrumentenkunde
"Das klingt wie ein großes Boot mit Hupe", sagt Nathen und zeigt auf das Fagott. "In der Klarinette ist ein kleines Wackelblatt" weiß Lukas und Johannes Hofmann nimmt das Mundstück von seiner Klarinette ab, bläst hinein, aber er kann seinem Instrument keine Töne mehr entlocken: "Ich brauche diese zwei Bambusblättchen am Mundstück. Wenn ich blase, schwingen sie und diese Schwingungen übertragen sich auf das Instrument, dadurch entstehen die Töne", erklärt Hofmann.
Wertvolle Instrumente aus nächster Nähe inspiziert
Den Schülern sind immer mehr Fragen an die Musiker eingefallen, die anschaulich und gut verständlich beantwortet wurden beispielsweise mit dem Hinweis darauf, dass ein Instrument so teuer wie ein kleines Auto sei. Damit war allen klar, dass sie sehr vorsichtig sein mussten, als sie sich zum Abschluss ganz aus der Nähe die vier Holzblasinstrumente angeschaut haben: Enrico und viele anderen haben vorsichtig ihre Hand auf oder das Ohr an das Fagott gelegt, um die Töne zu fühlen oder die komplizierte Klappentechnik aus nächster Nähe inspiziert und selbst eine Klappe geschlossen und dabei erlebt, wie sich der Ton verändert.
Mehr zum Konzert der NWD-Philharmonie in der Schule Wittekindshof lesen Sie in der Pressemitteilung: "Töne fühlen mit Musikern der NWD-Philhamonie".