Training zum Umgang mit Wut und Ärger

Die Regeln für die Übung sind geklärt, dann gehen die sechs Schüler durcheinander durch den Raum und werfen sich Bälle zu. Schon nach kurzer Zeit eskaliert die Situation. Statt Bälle fliegen Vorwürfe und Beleidigungen durch den Raum, wer welche Regel nicht beachtet hat. Marita Horst-Marquardt und Markus Parusel-Grotefeld brechen die Übung im wöchentlichen „Training zum Umgang mit Wut und Ärger“ in der Schule Wittekindshof ab.

Im Gespräch klären sie mit den sechs Schülern, was passiert ist und welche Gefühle dabei eine Rolle gespielt haben. „Das ist harte und langwierige Arbeit. Den Schülern fehlen oft Worte für ihre Gefühle“, erklärt die Lehrerin, die ebenso wie der Traumapädagoge Parusel-Grotefeld Deeskalationstrainerin der Gewalt-Akademie Villigst ist.

„Durch verschiedene Übungen sollen die Schüler erfahren, was gut oder schlecht für sie und andere ist. Sie entwickeln Einfühlungsvermögen und finden selbst heraus, welche Regeln zwischen Menschen gelten sollen“, berichtet Parusel-Grotefeld, der auch durch den respektvollen und gleichberechtigten Umgang im Trainerteam ein Vorbild für die Jugendlichen schaffen will. Ziel ist es, die Schüler so zu stärken, dass sie nicht auf Gewalt als letztes Mittel zurückgreifen.

Finanziell ermöglicht wird das Gruppentraining durch die Martin C. Schröder Stiftung für behinderte Kinder, die auch ein zusätzliches Gruppentraining für Mädchen und junge Frauen ermöglichen wird.

Weitere Informatonen finden Sie in der Pressemitteilung: "Training zum Umgang mit Wut und Ärger".