Wittekindshof

Von Minden bis Herne: Vielfältiger Protest für GleichstellungMitarbeitende und Menschen mit Beeinträchtigung setzen Zeichen für Inklusion

Zum Europäischen Protesttag am 5. Mai haben Menschen mit Beeinträchtigung und Mitarbeitende des Wittekindshofs an verschiedenen Standorten ein starkes Zeichen gesetzt, mit Plakaten, Kunst und klaren Forderungen.

Die Botschaft war überall dieselbe: Teilhabe ist ein Menschenrecht. Und Menschenrechte sind nicht verhandelbar. 

Bünde: Barrieren symbolisch eingerissen

Gemeinsam mit dem Verein Lebenswertes Bünde, der Stadt Bünde, der Stiftung Bethel und der Lebenshilfe Lübbecke ging der Wittekindshof in Bünde auf die Straße. Symbolisch wurden Barrieren eingerissen – ein Bild für das, was im Alltag noch viel zu oft im Weg steht.

Herne: Gedanken auf Papier

Frauen und Männer, die der Wittekindshof in Herne unterstützt, haben ihre Gedanken aufgeschrieben. 

Ihre Forderungen sind klar: Gleichheit ist kein Ziel, sondern ein Grundrecht. Menschenwürde beginnt, wo Vorurteile enden. 

Psychische Gesundheit ist kein Sparposten. Leichte Sprache schafft Zugang. Respekt ist der Anfang von allem. Inklusion ist kein Extra, sondern ein Recht. 

Und sie beginnt mit Dir.

Herne: Psychische Beeinträchtigungen sichtbar machen

Der KreativRaum des Wittekindshofs in Herne hat ein selbstgestaltetes Plakat gegen Stigma und für Inklusion geschaffen. 

Psychische Beeinträchtigungen sind nicht sofort sichtbar – aber sie sind real. Im KreativRaum entdecken Menschen mit psychischer Beeinträchtigung ihre künstlerischen Fähigkeiten und entwickeln sie weiter. Ihre Werke werden gesehen, gewürdigt und laden zum Austausch ein.

Lübbecke: Nicht streichen – stärken!

In der Lübbecker Innenstadt machte der Beirat für Inklusion und Teilhabe mit Plakaten und Forderungen deutlich: „Ich möchte selbst bestimmen!“ Die Mitglieder des Beirats, zu dem auch der Wittekindshof gehört, forderten lautstark, Teilhabeleistungen nicht zu kürzen, sondern zu stärken. Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen – das ist kein Wunsch, sondern ein Grundrecht.

Minden: Umwege kosten Kraft

Umleitungen sind für viele Menschen Alltag. Wer mit Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen oder Fahrrad unterwegs ist, kennt das: Der direkte Weg ist versperrt. Das kostet Zeit, Kraft und Nerven. Gemeinsam mit der Lebenshilfe Minden, der Diakonie Stiftung Salem, dem städtischen Beirat der Menschen mit Behinderung und dem Büro für Senioren- und Behindertenbelange setzte der Wittekindshof in der Mindener Innenstadt ein Zeichen. 

Die Martinitreppe wurde symbolisch für Fußgänger*innen gesperrt – um zu zeigen, wie sich Barrieren anfühlen.

Volmerdingsen: Bunte Handabdrücke

Das Handwerksteam der Wittekindshofer Werkstatt Sonnenbrede in Volmerdingsen hat es mit bunten Handabdrücken auf den Punkt gebracht: Gemeinsam für ein friedliches Miteinander. 

Die Botschaft bleibt – nicht nur an einem Tag im Jahr.