"Wir alle lieben Handball"

Die Spannung war groß bei den Wittekindshofer Fans des TuS N-Lübbecke. Sehnsüchtig erwarteten sie die Sportler am Haus Aleida in Rahden, um mit ihnen beim 17. Fan-Treffen einen schönen Abend zu verbringen. Und dann kamen die TuS-Spieler auf die Hofeinfahrt des Hauses gebogen: Tosender Applaus! Mit einer großen Zeremonie, die Hans-Joachim Gronau – wegen seines besonderen Kopfschmucks "Häuptling" genannt – mit einer Trompeten-Fanfare begann, wurden die Sportler begrüßt. Die Hymne wurde gesungen und ein großes Banner präsentiert: "Wir alle lieben Handball" und "Hand in Hand" war darauf zu lesen. Es sollte die Begegnung der Menschen mit und ohne Behinderung zusammenfassen, wie Diakon und Mitglied des Fanclubs "Red Devils" Thomas Dullweber erklärte. Es ging um Begegnung und Geselligkeit auf Augenhöhe. Die Fans zeigten, dass sie zu ihrem Club stehen, egal in welcher Liga gespielt wird: "Die neue Liga heißt zweite Liga. Aber wir freuen uns darauf. Hey Jungs, jetzt erst recht!", motivierte Thomas Dullweber.

Freikarten als Geschenk

Team-Manager Zlatko Feric bedankte sich für die gelungenen Begrüßung trotz Nieselregens: "Das Wetter können wir uns zwar nicht aussuchen, aber unsere Freunde. Und darum sind wir heute hier", sagte er und hatte als Geschenk Jahresfreikarten für die Wittekindshofer Fans mitgebracht. Spieler Ramon Tauabo überreichte das gerahmte Trikot der Saison, auf dem alle Spieler unterschrieben hatten. Die Freude war groß. Die zahlreichen Fans klatschten, jubelten und wirbelten ihre Cheerleader-Pompons durch die Luft. Natürlich durfte ein gemeinsames Erinnerungsfoto hinter dem Banner mit allen Spielern, Fans und Devils-Mitgliedern nicht fehlen.

Teamspiele brechen das Eis

Letzte Berührungsängste wurden dann nach dem Essen bei den gemeinsamen Spielen abgebaut. Beim Slalomlauf mit einem Tischtennisball auf einem Frisbee und dem Dosenwerfen wurde in gemischten Teams gespielt. Liebevoll bemühten sich die TuS-Spieler, auch die Bewohner des Wittekindshofes einzubinden, die auf Unterstützung angewiesen sind. Ramon Tauabo etwa schlung seinen Arm um Arne Ottensmann, um ihn durch den Parcour zu führen. Mit der anderen Hand half er ihm, den Frisbee gerade zu halten. "Los, komme Arne, noch eine Runde, los, los, los!", spornte er seinen Teamkollegen an. Andere Sportler folgten ihm und feuerten aus der Distanz an. Auch die neuen Spieler, die teilweise noch nicht gut deutsch sprechen können, weil sie aus Kroatien und Tschechien kommen, waren mittendrin. Das Abklatschen beim Zieleinlauf war Pflicht.

Gemeinsame Party

Danach herrschte lockere Partystimmung. Die Fans tauschten sich mit ihren Idolen aus und fachsimpelten über die neue Saison. Richtig gefeiert wurde, als Claus Meyerzum Mikrofon griff und in altbekannter Manier Schlagerhits wie "Anita" und "Michaela" zum Besten gab. Da saßen sowohl Fans als auch Sportler klatschend in den Reihen und sangen mit. Und genau so hatten es sich die Organisatoren vorgestellt: Fans und Spieler "Hand in Hand" – verbunden durch die gemeinsame Liebe zum Handball.