Vor zehn Jahren ist der Wittekindshof aus Bad Oeynhausen nach Hamm gekommen und hat das Kontakt- und Informationszentrum (KIZ) eröffnet. Im Café Mittendrin im neuen KIZ an der Ritterstraße hat eine Jubiläumsfeier mit geladenen Gästen stattgefunden. Zu den geladenen Gästen gehörte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, Frauen und Männer, die Wittekindshofer Angebote in Hamm nutzen, Mitarbeitende und Kooperationspartner. Eigens auf Bad Oeynhausen angereist war der Wittekindshofer Ressortleiter Uwe Thünemann, der sich für die Aufbauarbeit, bei Klienten für das entgegengebrachte Vertrauen und bei den Kooperationspartnern für die Offenheit und die gute Zusammenarbeit bedankte. Die Stadt Hamm habe die Türen für benachteiligte Menschen weit geöffnet und professionelle Zusammenarbeit werde durch tiefe Verbundenheit, Hilfsbereitschaft und ehrenamtliches Engagement der Bürgerinnen und Bürger bereichert.
Rückblick auf das Ambulant Unterstützte Wohnen
Im Rückblick auf die letzten zehn Jahre erklärte Annika Teipel, die das Ambulant Unterstützte Wohnen nutzt: „Der Wittekindshof hat mich aus dem Wohnheim geholt. Damals habe ich über dem KIZ gewohnt. Meine eigene Wohnung habe ich immer noch. Da muss ich keinen Küchendienst wie im Wohnheim machen.“ Auch Helmut Fedde gehört zu den Klienten der ersten Stunde und lebt seit zehn Jahren selbständig in der eigenen Wohnung. „Bei den Behörden und mit dem Schriftkram helfen mir die Mitarbeiter. Ganz viel Spaß macht mir die Trommelgruppe Shuja. Ich bin wunschlos glücklich“, erklärt Fedde im Gespräch mit Monika Hubert der stellvertretenden Geschäftsbereichsleiterin.
Anfänge der Wohnangebote für Kinder
Hubert berichtete, dass auch die Anfänge der anderen Wohnangebote im KIZ liegen, weil bei den Angeboten im KIZ und durch Anfragen deutlich geworden sei, dass für Kinder und Jugendliche mit Behinderung Wohnangebote im Hamm fehlten. Der Neubau in Heessen sei geplant, aber auch Gespräche mit der Hammer Gemeinnützigen Baugesellschaft (HGB) geführt worden. So konnten relativ kurzfristig Wohnungen in der Schleswigstraße und in der Schumannstraße für Wohnangebote für Kinder und Jugendliche gemietet werden.
Oberbürgermeister dankt für die Vielfalt der Angebote
Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann bedankte sich für das Engagement und die Vielfalt der vorhandenen und geplanten Angebote des Wittekindshofes in Hamm. Das KIZ in zentraler Innenstadtlage als Treffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderung kennzeichnet er als guten Ort für Inklusion. Er betonte, dass Inklusion nur im Zusammenwirken von Politik, Verwaltung, und freien Trägern gelingen könne. Persönlich wünscht sich Hunsteger-Petermann, dass noch viel mehr Arbeitgeber reguläre Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen.